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VfL-Neuzugang: Hermann hat „keine Lust“ auf die Zweite Liga

Alexander Hermann

Alexander Hermann im Einsatz für seinen früheren Verein, der Bergische HC. (Archivbild)

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Gummersbach -

Während am Sonntag die Spieler, Verantwortlichen und Fans des VfL Gummersbach in Bietigheim den ersten Abstieg der Vereinshistorie irgendwie versuchten zu verarbeiten, zitterten woanders die Neuzugänge der Oberbergischen auf unterschiedliche Art und Weise mit.

Alexander Hermann, der von der HSG Wetzlar kommt, verfolgte das Spiel der Hessen verletzungsbedingt vom Seitenrand und konnte so via Live-Ticker einen Blick auf die anderen Ergebnisse werfen. „Durch das Unentschieden war kurz noch die Hoffnung da“, sagt der Österreicher, „aber dann fiel das Tor von Ludwigshafen und das war schon ziemlich hart.“

Vorfreude: Fehlanzeige

Für ihn steht zwar nicht zur Debatte, ob er auch im Unterhaus das Gummersbacher Trikot überstreifen wird, aber Vorfreude hört sich definitiv anders an. „Lust habe ich auf die Zweite Liga natürlich nicht. Wir müssen jetzt alles dafür tun, dass wir sofort wieder aufsteigen“, gibt er ein klares Ziel aus.

Einen Ausweg gibt es sowieso nicht, denn ebenso wie bei Rechtsaußen Lukas Blohme, der vom Ligakonkurrenten ASV Hamm-Westfalen zum VfL kommt und eigentlich in der DKB Handball-Bundesliga durchstarten wollte, gilt der Kontrakt auch für die Zweite Liga.

Als Neuzugänge wurden außerdem die beiden Kroaten Tin Kontrec und Filip Ivic präsentiert. Letzterer stand vor kurzem noch beim Final Four der EHF Champions League für den polnischen Meister und Pokalsieger PGE Vive Kielce zwischen den Pfosten.

Ob er sich das deutsche Unterhaus antut, muss abgewartet werden, zumal er bereits beim frischgebackenen Sieger der Königsklasse, Vardar Skopje, gehandelt wird. Offen ist ebenfalls die Zukunft von Kreisläufer Tin Kontrec. Mit Zagreb war auch er in der Champions League vertreten. In beiden Fällen sowohl eine sportliche, als auch eine finanzielle Frage, die beantwortet werden muss. (sst)