In einen Spielplatz an der Subbelrather Straße wird richtig investiert. Einen Anteil übernimmt ein Bauuunternehmen, das nebenan 200 Wohnungen realisiert hat.
„Tropisches Inselparadies“Mehr als 800.000 Euro fließen in Spielplatz in Köln-Ehrenfeld

Der Spielplatz am Takufeld neben dem Neubau an der Subbelrather Straße steht auf der Verschönerungsliste.
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Für die Sanierung und Neugestaltung des Spielplatzes Takufeld I will das Amt für Kinder, Jugend und Familie ein hübsches Sümmchen in die Hand nehmen: Knapp 830.000 Euro soll die Maßnahme kosten. Einen Anteil in Höhe von 275.000 Euro wird allerdings die WvM Immobilien und Projektentwicklung GmbH übernehmen, die nebenan, auf dem ehemaligen Schmachtenberg-Grundstück an der Subbelrather Straße 486-494, gerade mehr als 200 Wohnungen fertig gestellt hat.
Wer Wohnungen baut, muss auch Spiel- und Aufenthaltsflächen für Kinder und Jugendliche in unmittelbarer Nähe einplanen. Mit der finanziellen Beteiligung an der Herrichtung eines öffentlichen Spielplatzes in der unmittelbaren Nachbarschaft erfüllt das Unternehmen nun diese Vorgabe.
Spielhügel im Takufeld in Ehrenfeld wurde vor Jahren versiegelt
Die Sanierung sei dringend erforderlich, teilte die Verwaltung mit, weil bei der Anlage des Spielhügels in den 1990er Jahren Material verwendet wurde, das zwar den damaligen Grenzwerten entsprach. Doch die Grenzwerte seien „zwischenzeitlich neu definiert“ worden, bei einer Probeentnahme sei deren Überschreitung festgestellt worden. Entsprechend den Sicherheitsstandards sei das fragliche Material aber schon in den Neunzigern „mit einem Vlies zugriffsicher versiegelt und mit sauberem Oderboden abgedeckt“ worden, sodass direkter Kontakt mit spielenden Kindern in den vergangenen Jahren eher unwahrscheinlich ist.
Der Spielhügel wird nun abgetragen, das Material wird fachgerecht entsorgt. Weil aber viele Spielangebote des Platzes aus Altersgründen bereits abgebaut wurden, hat die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Bürgerzentrum Ehrenfeld Kinder und Jugendliche sowie erwachsene Spielplatzbesucher nach ihren Ideen und Wünschen zur Ausgestaltung der etwa 1.500 Quadratmeter großen Fläche befragt.
Kletteranlage und Wasserspiele
So soll nun eine neue, großzügige Sandspielfläche entstehen, in die eine große Kletteranlage, vorwiegend aus Holz, mit unterschiedlichen Auf- und Abgängen, Rutschen, Hangelmöglichkeiten und einen Spielturm gebaut wird. Dabei sind auch Balancierbrücken mit Seilgeländern und Kletternetze vorgesehen, die auch älteren Kindern und Jugendlichen Bewegungsmöglichkeiten bieten. Das Dach des Spielturms soll im Sommer Schatten spenden, aber auch vor Regen schützen.
Außerdem wird eine Vogelnestschaukel in der Sandfläche stehen, und zwar nahe an einem Weg, um eine weitestgehend barrierefreie Nutzung zu ermöglichen. Geplant ist daneben eine Wasserspielanlage mit Spielmöglichkeiten rund um Wasser, Sand und Matsch, die auch für gehbehinderte Kinder und Jugendliche geeignet ist. Die Gestaltung werde an ein „tropisches Inselparadies“ erinnern, heißt es, mit Dächern und stilisierten Palmen. Zusätzlich wird die Tischtennisplatte im südlichen Eingangsbereich samt Bodenbelag erneuert, dort werden auch neue Bänke aufgestellt. Laut dem Amt für Kinder, Jugend und Familie sollen die Arbeiten „im zweiten Halbjahr 2026“ sattfinden.

