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Neues Restaurant in Köln „Bambules Chili“ ist die erste Chilistube Deutschlands

Chili-Experten: Lukas Heimbach (l.) und Jacques Weis in ihrem ersten eigenen Laden.

Chili-Experten: Lukas Heimbach (l.) und Jacques Weis in ihrem ersten eigenen Laden. 

Köln – Dass Lukas Heimbach (32) und sein Cousin Jacques Weis (32) einmal in der Gastronomie landen würden, hätten sie noch vor wenigen Jahren niemals geglaubt. Heimbach hat Medienwirtschaft studiert und arbeitete als Sportredakteur bei einer Online-Plattform, Weis in der Hotellerie. Nun sind die beiden Geschäftsführer von „Bambules Chili“ in der Alteburger Straße 2 in der Südstadt. Laut eigener Aussage ist es die erste Chilistube Deutschlands.

Ein Chilli in Chile gab den Ausschlag

Ein gemeinsamer Urlaub in Südamerika gab den Anstoß, etwas Neues zu probieren. „Wir haben in Chile ein Chili gegessen. Dabei kam uns die Idee, dass Chili extrem wandelbar ist“, erinnert sich Heimbach. Die beiden Cousins waren schon vorher viel in der Welt rumgekommen und spielten mit der Idee, die kulinarische Vielfalt verschiedener Länder und Kulturen in unterschiedliche Chili-Gerichte zu verpacken. Marokkanisches Chili also mit Lamm und karamellisierten Kürbis, libanesisches Chili mit Datteln und Linsen oder indonesisches Chili mit Saté-Soße, Zitronengras, Bambussprossen und Kokosmilch.

Um ihre Idee voranzutreiben, kündigten beide 2017 ihren Job. Bevor der erste eigene Laden in der Südstadt eröffnete, probierten sich die Cousins mit einem Foodtruck aus, mit dem sie im Rheinland unterwegs waren. Als die Immobilie in der Alteburger Straße frei wurde, mussten sie nicht lange überlegen. Mit dem Foodtruck wollen sie jedoch weiterhin unterwegs sein.

Regionale Ware im Einsatz

Das Fleisch kommt von einem Metzger aus Fliesteden, die Kartoffeln aus Rommerskirchen, produziert wird in Langenfeld. Auch Quinoa soll es bald vielleicht aus dem Rheinland geben. Statt wie in Mexiko oder USA mit Reis, gibt es zum Chili in der Südstadt Couscous. „Wir finden, das passt einfach viel besser“, sagt Heimbach.

Aus der Karte

Bambule-Chili (klassisch) mit Hack vom Limousin-Rind und Schwein, Baconwürfel, schwarzen Bohnen, Mais, Paprika, Tomaten und Schokolade: 7,50 Euro; Indonesisches Saté-Chili: 8,50 Euro; Süßkartoffel-Chili (vegan): 7,50 Euro; Libanesisches Dattel-Linsen-Chili: 7,50 Euro

Toppings wie Jalapenos, pinke Habanero-Zwiebeln, argentinische Guacamole (Chimimole) oder Sour Cream sind optional, werten alle perfekt aufeinander abgestimmten Chili-Varianten aber noch einmal auf – optisch und geschmacklich. Die Standard-Karte besteht aus nur vier Chili-Varianten, dazu kommen ein oder zwei wechselnde Variationen.

Trotz der Corona-Situation lief das Geschäft gut an. „Die ersten Stammkunden haben wir auch schon“, sagt Heimbach. Und auch abgepacktes Chili in größeren Portionen gibt es für Zuhause. Zwei Kilogramm für 25 Euro und vier Kilogramm für 45 Euro. „Die Pakete haben uns durch die Krise gerettet. Es gab viele Leute, die uns mit einem Kauf unterstützt haben.“

www.bambuleundconcarne.de