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Veränderungssperre im Belgischen Viertel„Kneipen haben den Knall noch nicht gehört“

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Still ruht das Veedel: Tagsüber haben die Anwohner am Brüsseler Platz und an der Antwerpener Straße mit der Bar Frieda  ihre Ruhe. 

Still ruht das Veedel: Tagsüber haben die Anwohner am Brüsseler Platz und an der Antwerpener Straße mit der Bar Frieda  ihre Ruhe. 

Köln – Die Verwaltung hat die geplante Veränderungssperre im Belgischen Viertel verteidigt. Anne Luise Müller, Leiterin des Planungsamtes, sagte im Stadtentwicklungsausschuss: „Es geht nicht darum, geplante Restaurants auszuschließen. Es geht darum zu klären, was ein Restaurant ist. Oder ein Kiosk. Und auch was eine Vergnügungsstätte ist und wie lange sie geöffnet hat. Ich verstehe nicht, warum manche glauben, wir wollten Büros verdrängen.“

Wie berichtet, arbeitet die Verwaltung einen neuen Bebauungsplan für das Viertel aus, er soll festlegen, welche Nutzung für bestimmte Straßen erwünscht ist und welche nicht. Der Rat soll im Zuge dessen nächste Woche über die Veränderungssperre für Neu- oder Umnutzungen entscheiden. Sie soll verhindern, dass etwa die Bar Frieda ihre Nutzung zur Vergnügungsstätte ändert.

Den Antrag hatte die Stadt zurückgestellt, sie befürchtet weitere Lärmbelästigungen. FDP-Fraktionschef Ralph Sterck sagte: „Wenn eine Kneipe dort bis morgens um 5 Uhr aufmachen will, hat sie den Knall nicht gehört.“ Der Ausschuss verwies das Thema ohne Votum in den Rat. (mhe)

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