Reiseplanung, Übersetzer, ReisetagebuchDiese Apps brauchen Sie im Urlaub auf Ihrem iPad

Lesezeit 4 Minuten
Ein Mann und eine Frau sitzen bei Sonne auf einer Terrasse und schauen auf ein Tablet sowie auf ein Smartphone

Auch im Urlaub kann ein Tablet nützlich sein – erst recht, wenn die richtigen Apps installiert sind.

Unser Technikexperte Steffen Haubner stellt clevere iOS-Apps für die Reiseplanung und für unterwegs vor. Zwei gibt es auch für Android.

Auf Reisen hat ein iPad klare Vorteile: Es ist leicht und kompakt, der Bildschirm ist groß und scharf genug, um Webseiten, Reisepläne oder Karten gut lesbar darzustellen. Und man hat damit für Wartezeiten, lange Zugfahrten oder Regentage immer eine Unterhaltungszentrale dabei.

Welche Apps sollte man außer den üblichen Verdächtigen wie Mail-Programm, Browser oder Netflix noch an Bord haben? Wir hätten da ein paar Vorschläge, die auch für Daheimgebliebene interessant sein könnten.

Steffen Haubner

Steffen Haubner

schreibt als Journalist über Technik- und Medienthemen...

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Tripsy pro

Wenn es an die Reiseplanung geht, ist ein guter Helfer Gold wert. Tripsy ist eine App, mit der man alle seine Reisen Schritt für Schritt organisieren kann. Von Abfahrtszeiten und Reiseziel über Unterkunft, Aktivitäten und örtliche Angebote – der gesamte Trip wird in Form flexibler Kacheln dargestellt, es lassen sich auch Bilder, Karten und Direktlinks einbinden.

Besonders sinnvoll ist der Ordner für Reisedokumente, die man zusätzlich in der Cloud sichern kann, um sie überall auf allen Geräten zur Hand zu haben. Das geht sogar mit der Gratis-Version. Für Funktionen wie automatische Updates für Abflugzeiten, Wettervorhersage oder das Teilen von Reiseplänen braucht man die Pro-Version für 5 Euro pro Monat oder 30 Euro im Jahr.

Anki pro

Wer kurz vor der Abreise noch mal seine Sprachkenntnisse auffrischen oder sich zumindest ein paar Alltagsphrasen aneignen möchte, der greift am besten auf ein altbewährtes System zurück: Karteikarten. Diese App bietet Tausende von vorgefertigten Kartendecks, die Sie kopieren und um eigene Karten ergänzen können. Aber nicht nur Spanisch, Französisch, Japanisch und viele andere Sprachen lassen sich damit lernen, sondern auch Geografie, Recht, Anatomie oder mathematische Formeln.

Wer eigene Lerninhalte strukturieren will, kann sich leicht eigene Decks erstellen. Das geht über beliebige Programme wie Word, Docs oder Excel, die man als .csv-Dokumente speichert und in die App importiert. Die App gibt es auch für Android für 7,49 pro Monat oder 45 Euro im Jahr.

Komoot

Screenshot einer Wanderung im Norden Hamburgs

Mit Komoot lassen sich Wanderungen und Radtouren planen.

Diesen Routenplaner für Spaziergänge, Wanderungen und Fahrradtouren gibt es schon seit vielen Jahren. Das hat den Vorteil, dass unzählige Nutzer bereits ihre Erfahrungen und Vor-Ort-Tipps sowie -Infos hochgeladen haben. Dazu gehören auch jede Menge redaktionell erstellte Routen und Stadtrundgänge.

Hat man sich für eine Tour entscheiden, funktioniert das Tablet wie ein Navi und führt einen sicher durch unbekanntes Gebiet. Mittels der Standorterkennung des iPad kann man eigene Touren aufzeichnen und, falls man das möchte, anderen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung stellen. Ein Nachteil ist, dass man Komoot Premium immer für ein ganzes Jahr buchen muss. Das kostet rund 60 Euro, auch für Android.

MySkript Calculator

Rechnen muss man auch unterwegs öfter mal, etwa um das Reisebudget im Blick zu behalten. Diese auf den ersten Blick unscheinbare, aber geniale App ermöglicht das im Zusammenspiel mit dem Apple Pen nach dem bewährten Prinzip: handschriftlich. Locker auf den Bildschirm geworfene Kalkulationen wandelt die App blitzschnell in ordentlich transkribierte Formeln um und zeigt auch gleich das Ergebnis an. Das ist nicht nur auf Reisen eine große Hilfe, sondern auch im Alltag, was den einmaligen Preis von rund 4 Euro zum Schnäppchen macht.

Goodnotes 6

Wo wir gerade bei Handschrift sind. Goodnotes ist eine Apple-exklusive App und fast schon allein ein Grund, sich für ein iPad zu entscheiden. Mit dem Apple Pen kann man auf zahlreiche Papiervorlagen schreiben, aber natürlich geht das auch über die virtuelle Tastatur. Schreibfaule können über das Mikro Sprachnotizen hinzufügen.

Die mittlerweile sechste Version bietet mehr Möglichkeiten denn je und ist perfekt, um ein Reisetagebuch anzulegen. Mit der „Teilen“-Funktion kann man dieses oder andere Projekte auch im Team angehen, so können Familienmitglieder mitlesen, kommentieren oder mitgestalten. Bilder und Grafiken werden per Fingertipp eingebunden – sei es aus dem Cloud-Speicher, direkt mit der iPad-Kamera aufgenommen oder aus vielen über den Marketplace herunterladbaren Stickern. Letztere kosten, ebenso wie Kalender und Themenplaner, zwar extra. Angesichts des für diese vielseitige App extrem günstigen Preises von 11 Euro pro Jahr ist das aber zu verschmerzen.

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