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Atelierhaus Ein Haus für Kunst und Künstler

Troisdorf – Als „Art Factory“ lag die Idee über Jahre im Dornröschenschlaf, danach gab es Pläne für einen schicken Neubau an der Amandus-Hagen-Straße. Weit bescheidener sieht nun das Atelierhaus der Stadt Troisdorf für Musiker und bildende Künstler aus, das am letzten Oktoberwochenende an der Mülheimer Straße eröffnet wird. Zum „Pre-Opening“ führte Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski Vertreter der Presse durch das Haus.

„Kunsthaus Troisdorf“ wird auf Wunsch der Ateliermieter die Immobilie künftig heißen: Bislang sechs Troisdorfer Künstler (Frank Baquet, Christiane Giessler, Jette Jertz, Rolf Mallat, Masoud Sadedin und Mirjam Wingender) sind schon eingezogen; zwei weitere der preiswerten Atelierräume sind noch zu vergeben.

Das letzte Atelier steht für einen Stipendiaten bereit

Das letzte Atelier steht für einen Stipendiaten bereit; Kriterien der Vergabe sind noch zu klären. Noch zu vergeben, wenngleich es Interessenten schon gibt, sind die drei Räume im Erdgeschoss, die den Musikern vorbehalten sind.

440 000 Euro hat die Stadt in das Haus investiert, das zuvor im Besitz der Tropark GmbH stand. Dabei haben die Künstler bei der Renovierung ihrer Arbeitsräume selbst anpacken und das Material bezahlen müssen. Vor allem der Brandschutz aber ging ins städtische Geld, immer wieder seien überraschende Herausforderungen aufgetreten, sagte Architekt Jens-Peter Gütig aus Bornheim. „Wir haben fast einen Monat renoviert“, erzählte Masoud Sadedin, der auch verriet, dass die Verteilung der Räume ganz ohne Debatten ablief. Dass die Künstler sich so gut verstehen, merkt Rolf Mallat ebenfalls. „Es braucht eine Zeit, sich umzugewöhnen“, berichtete er von den ersten Wochen. 30 Jahre habe er stets Zuhause gearbeitet, „da hat mich nichts abgelenkt“. Im Kunsthaus sei es im Moment noch „sehr gesellig“. Zugleich freut er sich über Austausch und Diskussion, „das kann sehr befruchtend sein“.

Gemeinsam gefordert sind die Künstler ebenfalls. „Die Mitwirkung ist ein zentraler Aspekt im Haus“, sagte Fotograf Frank Baquet, der als Angestellter der Stadt nicht nur als Künstler, sondern auch als Koordinator für das Kunsthaus dort arbeiten wird.

Bühne für Musik und Kleinkunst

Regelmäßig solle der Saal im Erdgeschoss, einst ein Verkaufsraum für Motorroller, als Ausstellungsraum bespielt werden. Regionale und internationale hochkarätige Künstler sollen dort ihre Arbeiten zeigen; Musik- und Kleinkunstveranstaltungen könnten hier für bis zu 80 Zuschauer stattfinden. Auch Gastronomie schwebt den Künstlern vor, überdies steht eine Artothek im „Lastenheft“, das die Stadt aufgestellt hat. Konkreter freilich ist die Gründung eines Fördervereins in den kommenden Wochen.

Offiziell eröffnet

wird das Kunsthaus am Freitag, 26. Oktober, ab 19 Uhr. Am Samstag und Sonntag, 28. und 29. Oktober, gibt es „offene Ateliers“.