Wachstum entgegen dem Bundestrend: Homa in Oberheister baut seine Kapazitäten aus.
Wachstum entgegen BundestrendHoma Pumpen in Seelscheid investiert sieben Millionen Euro

Homa will nach eigenen Angaben mit Investitionen und Fortbildung verstärkt auf Made in Germany setzen. Hier ein Luftbild der Produktion bei Seelscheid-Oberheister.
Copyright: Homa Pumpenfabrik
Sieben Millionen Euro hat der Pumpenhersteller am Homa am Standort Neunkirchen-Seelscheid investiert, laut dem Unternehmen „eine Weichenstellung für den weiteren Expansionskurs und ein klares Bekenntnis zu Made in Germany“.
Hochwertige Pumpenlösungen, wie sie die international agierende Firma mit Stammsitz im Bergischen biete, verzeichneten eine steigende Nachfrage. Man verfolge „seit Jahren eine konsequente, langfristig ausgerichtete Investitionsstrategie“. Damit sei es möglich, nachhaltig zu wachsen und flexibel auf Marktveränderungen und Kundenanforderungen reagieren zu können.
Neue Maschinen des Seelscheider Unternehmens sparen Zeit und Ressourcen
„Damit können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft gewährleisten, den Standort weiter stärken und letzten Endes für unsere Mitarbeiter einen sicheren Arbeitsplatz erhalten“, teilt Michael Sulzbach mit, einer der beiden Geschäftsführer und für die Produktion zuständig.
Unter anderem wurde ein vollautomatisches Fräs- und Bearbeitungszentrum installiert, das die Bearbeitungszeit der Bauteile um 30 Prozent reduziere. Zukünftig könnten Motor- und Pumpengehäuse in einem Schritt bearbeitet werden, was die Hälfte der Zeit einspare.
Das neue, automatisierte Wickeleinziehzentrum dient der schnelleren Produktion der Elektromotoren, ein Bauteil mit Schlüsselrolle für die Funktionssicherheit der Pumpen, das daher selbst gefertigt werde. Die neuen Maschinen sparten auch Energie. Homa habe mit der 2023 installierte Photovoltaikanlagen bislang rund 633.000 Kilowattstunden grünen Strom erzeugt und so etwa 680 Tonnen CO₂ eingespart.
Investiert werde auch in die Weiterbildung der knapp 300 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Seelscheid, so Michael Sulzbach, der Qualifikation und Motivation der Belegschaft betont. Seit Jahrzehnten engagiere sich der Betrieb zudem in der Ausbildung. Weitere Investitionen seien geplant. Im Jahr 2025 werden vier moderne Bearbeitungsmaschinen in die Fertigung integriert, davon drei mit Automation.

Durch das neue vollautomatische Fräs- und Bearbeitungszentrum lassen sich Motor- und Pumpengehäuse in einem Arbeitsgang komplett bearbeiten – bei 30 Prozent kürzerer Bearbeitungszeit.
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Die Firma
Mit der Meisterprüfung 1946 gründete Hans Hoffmann eine Reparaturwerkstatt für Elektromotoren. Im Zuge der Spezialisierung auf Tauchpumpenmotoren wird 1950 der Name Homa (Hoffmann Maschinenbau) geschaffen.
In den 60er Jahren beginnt die internationale Expansion mit ausländischen Partnern. Die weitere Entwicklung bringt erste Produkte für Gebäudetechnik hervor. 1972 zieht das Unternehmen an den heutigen Standort im Gewerbegebiet Bitzen und gründet Niederlassungen in Irland, Frankreich und den Niederlanden.
Ab 1981 wird zusammen mit einem Vertriebspartner das Pumpensortiment auf dem nordamerikanischen Kontinent vertrieben. In den 1980er- und 1990er-Jahren Ausbau des Standortes, 2000 folgt der Aufbau eines Hochregallagers, die Produkte werden mittlerweile in 60 Ländern vertrieben. 2013 und 2017 Investitionen in neue Gebäude und Schulungszentren, 2021 entsteht eine Halle für moderne Fertigung. Heute ist Homa in mehr als 100 Ländern aktiv. (coh)