Der BVB erhöht im Poker um Said El Mala den Druck auf den FC. Eine finale Offerte in Rekordhöhe steht bevor.
BVB plant finale OfferteGibt der 1. FC Köln bei Said El Mala nach?
Borussia Dortmund erhöht den Druck im Transferpoker um Said El Mala. Eine neue, entscheidende Offerte für den Star des 1. FC Köln steht bevor.
Die Transferbemühungen von Borussia Dortmund bezüglich El Mala treten in eine entscheidende Phase. Für den kommenden Samstag plant der BVB die Vorlage eines letzten, umfassenden Angebots für den Ausnahmespieler des 1. FC Köln.
Frühere Angebote der Dortmunder stießen bei den Kölnern auf Ablehnung, wobei Geschäftsführer Thomas Kessler sie als „lächerlich“ bewertete. Nun soll eine neue Offerte die Kölner Vereinsführung zum Umdenken bewegen.
El Mala wäre ein Rekordtransfer für den 1. FC Köln und für Borussia Dortmund
Laut Informationen von EXPRESS.de enthält die Offerte konkrete Zahlen: Der Verein, der in der Champions League antritt, offeriert eine garantierte Transfersumme von 48 Millionen Euro. Ergänzt wird dieser Betrag durch Bonuszahlungen von zwei Millionen Euro, deren Bedingungen als einfach erfüllbar gelten. Finanzielle Mittel würden fließen, sobald El Mala sein Debüt in der Champions League gibt oder fünf Bundesliga-Partien von Beginn an bestreitet. Unter normalen Umständen wären dem FC somit 50 Millionen Euro sicher.
Das ist jedoch nicht der Gesamtumfang des Pakets: Die vorgeschlagene Vereinbarung beinhaltet zusätzlich erfolgsabhängige Prämien von bis zu fünf Millionen Euro. Diese Zusatzzahlungen sind an anspruchsvollere Kriterien geknüpft, darunter beispielsweise fünf Auftritte für die deutsche Nationalelf. Im optimalen Szenario könnte der FC somit eine Gesamtsumme von 55 Millionen Euro für den hochtalentierten Spieler erzielen.
Eine solche Transaktion würde bisherige Dimensionen sprengen: Für den 1. FC Köln würde dies den kostspieligsten Verkauf in der Klub-Historie bedeuten. Gleichzeitig wäre es auch für Borussia Dortmund eine Rekordinvestition. Bisheriger Rekordhalter bei den Zugängen des BVB ist Ousmane Dembélé, für den eine Summe von 35 Millionen Euro gezahlt wurde.
Sollten sämtliche Bonuszahlungen fällig werden, würde der Wechsel von El Mala zu den teuersten Transfers innerhalb der Bundesliga gehören. Er würde sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie der kürzliche Transfer von Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern München bewegen.
Bundestrainer Klopp befürwortet den Transfer
Prominente Unterstützung für die Transaktion kommt von Jürgen Klopp. Berichten zufolge setzt sich der Nationaltrainer hinter den Kulissen für den Wechsel ein. Klopp erachtet El Mala als einen der fähigsten Flügelspieler Deutschlands und bewertet einen Transfer zum BVB als logischen Karriereschritt für den in Krefeld geborenen Profi.
Ein entscheidender Punkt in den Gesprächen ist jedoch noch ungeklärt. Die Kölner bestehen auf einer Klausel zur Beteiligung an einem zukünftigen Weiterverkauf in Höhe von 10 Prozent, die vom ersten Euro an gelten soll. Dies würde bedeuten, dass bei einem späteren Transfer für 100 Millionen Euro zusätzliche zehn Millionen Euro an den FC fließen. Dortmund hingegen bietet lediglich eine Beteiligung von zehn Prozent am erzielten Transfergewinn, also der Verkaufssumme abzüglich der eigenen Investitionskosten.
Für El Mala ist in Dortmund ein Vertrag über fünf Jahre vorgesehen, der ihm ein Jahresgehalt von etwa fünf Millionen Euro brutto zusichern würde. In der abgelaufenen Spielzeit beliefen sich seine Einnahmen in Köln inklusive Boni auf rund 1,5 Millionen Euro. Außerdem würde er bei den Westfalen das Trikot mit der Nummer 10 tragen. Angestrebt wird ein Abschluss der Vereinbarung spätestens bis zum Supercup-Spiel gegen den FC Bayern am 22. August.
Ein Transfer nach Dortmund würde zudem dem Wunsch seiner Familie entsprechen, Spiele der Champions League in unmittelbarer Nähe verfolgen zu können. Insbesondere die Mutter des Spielers favorisiert einen Wechsel zum BVB und hat aus diesem Grund andere Optionen ausgeschlossen.
So sollen eine Initiative von RB Leipzig sowie zwei frische Anfragen von englischen Vereinen abgelehnt worden sein. Die Entscheidung scheint gefallen: Entweder Dortmund oder kein Wechsel. Bei der heutigen Testpartie des 1. FC Köln gegen Real Sociedad wird El Mala definitiv noch mitwirken. Allerdings könnte sich die Situation bereits zu Beginn der kommenden Woche dynamisch entwickeln. (red)