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ÜbergangslösungWie die Bundeswehr das Verkehrschaos um die Nordbrücke lindern könnte

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Nichts geht mehr auf der Bonner Nordbrücke seit der kurzfristigen Komplettsperrung am 3. Juni.

Nichts geht mehr auf der Bonner Nordbrücke seit der kurzfristigen Komplettsperrung am 3. Juni.

Weil der Verkehr nach der Sperrung der Bonner Nordbrücke kollabiert, bringt die CDU Niederkassel den Einsatz einer Bundeswehr-Fähre ins Gespräch.

Im Zusammenhang mit der Komplettsperrung der Bonner Nordbrücke und den dadurch entstandenen gravierenden Verkehrsproblemen in der Region bringt die Niederkasseler CDU den Einsatz der Bundeswehr ins Spiel. Sie möchte von der Niederkasseler Stadtverwaltung prüfen lassen, ob mit Unterstützung der Streitkräfte eine zusätzliche temporäre Fährverbindung über den Rhein eingerichtet werden kann.

Als möglicher Standort soll insbesondere der Bereich Panzerstraße beziehungsweise NATO-Rampe in Niederkassel-Rheidt untersucht werden. „Wir stehen vor einer außergewöhnlichen Verkehrssituation, die außergewöhnliche Maßnahmen erfordert“, sagt Dano Himmelrath, der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion.

Vergleichbarer Einsatz der Bundeswehr 1993 in Niederkassel

Die Bundeswehr habe in der Vergangenheit bewiesen, dass sie kurzfristig funktionierende Übergangslösungen schaffen könne. „Genau diese Option sollten wir jetzt ernsthaft prüfen“, fordert Himmelrath, der an einen ähnlichen Bundeswehr-Einsatz im Jahr 1993 erinnert.

Damals wurde die Bonner Kennedybrücke umfassend saniert. Während dieser Sanierung richtete das Pionierbataillon 140 der Bundeswehr aus Emmerich zeitweise eine Fährverbindung über den Rhein zwischen Niederkassel-Mondorf und Bonn-Graurheindorf ein. Eine reguläre Fährverbindung gab es in Mondorf zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Sie war nach Fertigstellung der Landesstraße 269 im April 1977 eingestellt worden und ging erst im März 1994 wieder in Betrieb.

Die Bundeswehr setzte 1993 zwei sogenannte Bodan-Pionierfähren ein. Eine weitere wurde von der Bundeswehr als Ersatz im Mondorfer Hafen bereitgehalten. In nur wenigen Wochen seien damals tausende Fahrzeuge sowie Fußgängerinnen und Fußgänger über den Rhein transportiert worden, schildert der CDU-Fraktionschef. Der damalige Einsatz zeige, dass eine solche Lösung nicht nur theoretisch, sondern praktisch erprobt sei.

Wenn wir die Menschen  spürbar entlasten wollen, dürfen wir solche Möglichkeiten nicht ungenutzt lassen.
Dano Himmelraht, CDU Niederkassel

„Der historische Einsatz der Bundeswehr ist für uns kein Randaspekt, sondern ein klarer Hinweis auf eine realistische Handlungsoption“, so Himmelrath. „Wenn wir die Menschen in Mondorf, Rheidt und der gesamten Region spürbar entlasten wollen, dürfen wir solche Möglichkeiten nicht ungenutzt lassen.“

Eine Nutzung der sogenannten Nato-Rampe an den Rheinufern in Niederkassel-Rheidt und Bornheim-Widdig war bereits Thema bei Gesprächen der Bürgermeister von Niederkassel und Bornheim, Matthias Großgarten und Christian Mandt.