Die „Kölnische Rundschau“ hat sich in den vergangenen 80 Jahren immer wieder verändert – und wird dies auch künftig tun, meint Chefredakteur Jens Meifert.
Chefredakteur Jens Meifert„Wir bleiben nah bei den Menschen und nah an den Themen“

Jens Meifert, Chefredakteur „Kölnische Rundschau“
Copyright: Martina Goyert
Liebe Leserinnen und Leser,
noch nie war die Welt der Nachrichten so allgegenwärtig wie heute. Rund um die Uhr erreichen uns Eilmeldungen, Meinungen, Bilder und Unterhaltung – auf Leuchtwänden in der Stadt, in U-Bahn-Stationen, auf dem Computer, dem Fernseher und dem Smartphone. Der Nachrichtenstrom reißt nicht ab. Was am Morgen noch die Gemüter erhitzt, kann am Nachmittag schon wieder vergessen sein. Da den Überblick zu behalten, ist nicht leicht.
Genau darin liegt seit acht Jahrzehnten eine zentrale Aufgabe der Kölnischen Rundschau und ihrer Lokalausgaben: zu informieren, aufzuklären und einzuordnen. Seit ihrer ersten Ausgabe ist die Zeitung in Köln, in Bonn und im Rheinland fest verwurzelt. Die Kölnische Rundschau gehörte zu den ersten Zeitungen, die nach dem Zweiten Weltkrieg von der britischen Militärregierung die notwendige Lizenz erhielten. Mit ihren Lokalausgaben ist sie eine Heimatzeitung im besten Sinne – nah bei den Menschen und nah an den Themen, die sie vor Ort beschäftigen.
Die erste Ausgabe erschien unter schwierigen Bedingungen: Papier war knapp, die Zeitung hatte nur acht Seiten, und die Schrift musste klein gesetzt werden. Heute lassen sich Nachrichten digital ohne diese Begrenzungen verbreiten. Das E-Paper steht bereits am Abend zur Verfügung, aktuelle Nachrichten erreichen Sie jederzeit online. Was sich trotz aller technischen Veränderungen nicht geändert hat, ist der Anspruch der Zeitung: Orientierung zu geben – durch die Auswahl der Nachrichten, ihre Gewichtung, Kommentierung und Einordnung.
Verlässliche Informationen sind die Grundlage des Journalismus
80 Jahre alt zu werden, ist ein großes Glück. In diesen Zeitraum passt ein ganzes Menschenleben – mit der Mondlandung, dem Mauerfall und der Einführung des Euro. Vor allem aber verbindet sich mit diesem Geburtstag eine lange gemeinsame Geschichte. Ihr Vertrauen, liebe Leserinnen und Leser, ist über viele Jahre gewachsen. Und wie in jeder guten Verbindung gilt: Man kann sich aufeinander verlassen. Verlässliche Informationen sind die Grundlage des Journalismus. Gerade in Zeiten von Desinformation und konstruierten Wirklichkeiten braucht es sorgfältig recherchierte Nachrichten, nachvollziehbare Einordnung und Raum für unterschiedliche Positionen.
Denn auch daran hat sich in acht Jahrzehnten nichts geändert: Was Sie interessiert, bewegt auch uns.
Die Kölnische Rundschau hat sich in den vergangenen 80 Jahren immer wieder verändert – und wird dies auch künftig tun. Der Wandel der Medien und der wirtschaftliche Druck in der Zeitungsbranche verlangen neue Wege. Durch die Zusammenarbeit unter dem Dach der Kölner Stadt-Anzeiger Medien entstehen neue Möglichkeiten: etwa durch Reportagen renommierter Partnerzeitungen und Gastbeiträge, durch mehr Debatten und neue digitale Erzählformen. So finden Sie bei uns viele spannende Beiträge aus Deutschland und der Welt. Im Mittelpunkt aber steht weiterhin Ihre Region.
Denn auch daran hat sich in acht Jahrzehnten nichts geändert: Was Sie interessiert, bewegt auch uns. Es geht um die neue Umgehungsstraße, den Streit um den Neubau im Zentrum oder die Frage, warum die Müllgebühren schon wieder steigen. Es geht um Politik und Wirtschaft, Kultur und Sport – und um die Menschen, die unsere Region prägen. Vieles davon finden Sie auch in dieser gemeinsamen Sonderbeilage mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. Sie erzählt von 80 Jahren Kölnischer Rundschau, von Veränderungen und Konstanten, von der Zeitung und den Menschen, die ihr verbunden sind.
Wir werden Sie auch in Zukunft verlässlich informieren – gedruckt, als E-Paper, auf unserer Website und auf Ihrem Smartphone.
Haben Sie vielen Dank für Ihr Vertrauen.
Ihr Jens Meifert,
Chefredakteur der Kölnischen Rundschau