Viel Wissenswertes zur Halloween-Frucht gab es im Hürther Gertrudenhof. Die Rundschau-Altenhilfe hatte eingeladen.
FührungHier gibt es Kürbisse in Hülle und Fülle

Führung über den Getrudenhof: Nicole Antoine zeigt Kürbisblüten und -früchte.
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Spaghetti-Kürbis, Bischofsmütze, Sombia: Bei einer Führung über den Gertrudenhof in Hürth lernen Seniorinnen und Senioren neue Kürbissorten kennen.
Umweltpädagogin Nicole Fontaine zeigt uns, was Besucher von Hofladen, Hofcafé und Streichelzoo normalerweise nicht zu sehen bekommen: Durch eine sonst verschlossene Tür geht es an gestapelten Gemüsekisten und landwirtschaftlichen Gerätschaften vorbei zu den Feldern. Hier wachsen Kartoffeln, Sonnenblumen, Kohl in allen Farben und natürlich Kürbisse. Die sind in diesem Jahr relativ klein geraten, „durch den sehr heißen Sommer“, erklärt Nicole Fontaine.

Führung auf dem Gertrudenhof: Auf dem Feld wachsen Schnitzkürbisse.
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Im Feld zeigt sie, dass an einer Kürbispflanze oft alle Stadien der Entwicklung nebeneinander zu sehen sind: Blüten, kleine erste Früchte, aber auch reife Kürbisse. Die Gruppe besteht zum Großteil aus Bewohnerinnen und Bewohnern des Rudi-Tonn-Altenzentrums in Hürth. Wer möchte, darf jetzt nach einem Kürbis zum Ernten suchen.
Eine schöne Abwechslung für die Seniorinnen und Senioren
Inge Hastenrath vom Seniorenbeirat Hürth ist auch dabei. Sie möchte sich über die Arbeit der Rundschau-Altenhilfe zu informieren. Deren Ansatz, ältere Menschen in Kontakt zueinander zu bringen, findet sie wichtig: „Einsamkeit ist im Alter ein großes Thema“. Mit einer Freundin schaut sie sich auf dem Feld nach einer erntereifen Frucht um.

Ist der Kürbis wohl schon reif? Die Teilnehmerinnen sind gefragt.
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Doch da hat Antonio Losmargiasso aus dem Rudi-Tonn-Altenzentrum schon einen geeigneten Kandidaten gefunden. Der 78-Jährige kocht gerne und weiß, was er zu tun hat: „Da muss man mal draufklopfen. Wenn er sich hohl anfühlt, ist er noch nicht reif.“ Mit dieser Methode hat er im Feld einen Kürbis ausgewählt, den er jetzt für das Altenzentrum ernten darf: 3,6 Kilo bringt er auf die Waage.
Schnitzkürbisse sind essbar, aber schmecken nach Pappe
Für eine Mahlzeit ist er allerdings nicht geeignet „Schnitzkürbisse kann man zwar essen, aber sie schmecken wie gekochte Pappe“, sagt Nicole Fontaine. Kinder lieben sie, um sie zu Halloween auszuhöhlen und mit einer Grimasse zu verzieren. Deshalb wachsen sie hier gleich auf mehreren Feldern.

Gertrudenhof: Damit Halloween nicht so gruselig wird ...
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10 Hektar Land bewirtschaftet der Gertrudenhof selbst und baut dort außer Kürbissen auch Kartoffeln, Sonnenblumen und verschiedene Kohlsorten an. Weitere 120 Hektar werden von Pächtern bewirtschaftet.
Gertrudenhof pflanzt Kartoffeln, Sonnenblumen, Kürbis und Kohl
„Wir haben uns so über das Angebot der Rundschau-Altenhilfe gefreut“, sagt Nathalie Cathaldie vom Sozialen Dienst des Rudi-Tonn-Hauses. „Wann bekommt man das schon mal zu sehen? Und für unsere Bewohner ist es so eine schöne Abwechslung.“ Gerne hätte sie noch mehr von ihnen mitgenommen.

Führung auf dem Gertrudenhof: Nicht nur die Seniorinnen, auch die Begleiter und Begleiterinnen haben Spaß.
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Auf einem Tisch auf dem Feldweg hat Nicole Kürbisse, Tomaten, Zucchini, Weintrauben und mehr ausgelegt. Sie stellt die Bischofsmütze und den Sombia-Kürbis mit seinem dunklen Fleisch vor und fragt, welche der anderen Früchte dazu gehören. Das Publikum rätselt: Die Melone? Die Zitrone? Die Gurke?
Alles richtig. „Botanisch gesehen sind das alles Beeren“, sagt Nicole. Nur das Schälchen mit Erdbeeren hat in dieser Runde gar nichts zu suchen: „Erdbeeren zählen zu den Nüssen.“
„Das war mir total neu“, sagt Erika Grzesch beim anschließenden Essen auf dem Hof. Die 81-Jährige lobt die Führung von Nicole Antoine: „Das war sehr informativ und man konnte gut zuhören.“ Die 84-jährige Gisela fügt hinzu: „Und die Bewirtung ist auch nicht schlecht. Das kann man ja auch mal sagen.“ Es gibt Flammkuchen. Und wen wundert‘s: mit Kürbis.