Julia Heinen, Vorsitzende der Rundschau-Altenhilfe DIE GUTE TAT e.V., über das wertvolle Miteinander von Alt und Jung.
Grußwort zur 74. SammelaktionBegegnungen helfen Alt und Jung

Julia Heinen, Vorsitzende der Rundschau-Altenhilfe 'DIE GUTE TAT e.V.'
Copyright: Johannes Heinen
Unsere Gesellschaft ist eine Gemeinschaft der Generationen. Doch Gemeinschaft entsteht nicht von selbst. Sie lebt von Begegnungen, vom Austausch und davon, dass Menschen füreinander da sind – unabhängig vom Alter.
Gerade das Miteinander von Jung und Alt ist von besonderem Wert. Unterstützung ist keine Einbahnstraße: Ältere Menschen können von der Energie und den neuen Perspektiven der Jüngeren profitieren. Gleichzeitig verfügen sie über etwas, das kein Lehrbuch vermitteln kann: Lebenserfahrung. Sie kennen Erfolge und Rückschläge, Umwege und Neuanfänge und können Orientierung geben.
Wie wertvoll solche Begegnungen sind, erleben wir bei der Rundschau-Altenhilfe immer wieder. Bei unserer traditionellen Paket-Aktion werden Jahr für Jahr gemeinsam mit Soldatinnen und Soldaten, KarnevalistInnen, SchülerInnen und Auszubildenden 6500 Weihnachtspakete für bedürftige Menschen in unserer Nachbarschaft gepackt. Zwei Tage lang heißt es: Jung und Alt, Hand in Hand für den guten Zweck. Dabei entstehen nicht nur Geschenke, sondern auch Begegnungen und gegenseitiges Verständnis.
Auch bei gemeinsamen Unternehmungen entstehen besondere Momente. Mit Unterstützung der Sparkasse KölnBonn und ihren Auszubildenden können Seniorinnen und Senioren einen generationsübergreifenden Tag im Kölner Zoo erleben. „Ärm en Ärm“ feiern wir in jedem Alter den Fastelovend. Was für viele selbstverständlich ist, kann für Menschen, die einsam leben oder wenig Geld haben, zu einem besonderen Erlebnis werden.
Dabei möchten wir Berührungsängste zwischen den Generationen abbauen. Begegnungen schaffen Verständnis, bauen Vorurteile ab und zeigen, was Jung und Alt voneinander lernen können. So gestalten wir eine Gesellschaft, in der jede Generation ihren Platz hat und gemeinsam zuversichtlich in die Zukunft blicken kann.
Doch Teilhabe ist nicht für alle selbstverständlich. Wo finanzielle Sorgen den Alltag bestimmen, wird auch der Weg zurück in die Gemeinschaft schwieriger. Gerade die Scham, über die eigene Situation zu sprechen oder um Hilfe zu bitten, kann dazu führen, dass Menschen sich zurückziehen. Aus finanzieller Not kann soziale Isolation werden.
Altersarmut bedeutet mehr als finanzielle Sorgen. Viele Menschen haben ein Leben lang gearbeitet, Familien gegründet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt und geraten dennoch im Alter in Not. Manchmal fehlt es an scheinbar einfachen Dingen wie einem funktionierenden Herd oder einer notwendigen Sehhilfe. Hinzu kommt die Einsamkeit.
Hier setzt die Rundschau-Altenhilfe seit Jahrzehnten an: mit konkreter Hilfe, aber auch mit Begegnungen und Teilhabe. Denn jeder Mensch möchte dazugehören und wahrgenommen werden.
Bitte unterstützen Sie deshalb auch unsere 74. Spendenaktion wohlwollend. Mit Ihrer Spende helfen Sie älteren Menschen in unserer Region ganz konkret und tragen dazu bei, dass sie nicht allein bleiben und Teil unserer Gemeinschaft sein können.
Für Ihre Verbundenheit, Ihre Unterstützung und Ihre großzügige Spendenbereitschaft möchte ich Ihnen schon heute von Herzen danken.
Herzliche Grüße
Ihre Julia Heinen