Wenn pflegebedürftige Verwandte Unterstützung ablehnen, steckt oft Scham dahinter. So gehen Sie sensibel damit um.
„Ich brauche keine Hilfe“So gehen Sie mit Scham bei pflegebedürftigen Angehörigen um

Hilfe annehmen: Manchmal braucht es dafür Überwindung und offene Gespräche.
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Die Äußerung «Ich brauche keine Hilfe!» kann bei Verwandten, die Pflege benötigen, ein Gefühl der Scham verbergen. Es ist entscheidend, dieses Thema offen und sensibel anzusprechen, wenn notwendige Unterstützung zurückgewiesen wird. Bleibt dieses Gefühl der Verlegenheit unausgesprochen, kann es zu einer erheblichen Bürde für die pflegebedürftige Person und den pflegenden Angehörigen werden. Im schlimmsten Fall kann dies zu sozialer Isolation und Vereinsamung führen, wie das ZQP (Zentrum für Qualität in der Pflege) erläutert.
Der Ausruf «Du hast hier nichts zu bestimmen!» verdeutlicht, dass niemand bevormundet werden möchte. Laut ZQP kann Scham aufkommen, wenn sich pflegebedürftige Menschen als abhängig erleben, ihre Autonomie verlieren und sich als Belastung für andere wahrnehmen. Ein häufiges Problem ist, dass Personen, die sich schämen, oft sprachlos oder wie erstarrt wirken und den Umständen entfliehen möchten, wie das ZQP anmerkt. Diese Emotion kann sich jedoch auch als Wut manifestieren. Daher ist es unerlässlich, die Ursache für heftige emotionale Reaktionen bei den Gepflegten zu ergründen.
Grenzen erkennen und respektieren bei Schamgefühlen
Die persönliche Schwelle für Schamgefühle ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Insbesondere im Pflegekontext gibt es zahlreiche Auslöser für dieses Gefühl, die beide Seiten betreffen. Dazu zählen intime Situationen bei der Körperhygiene oder dem Toilettengang sowie Themen wie Inkontinenz, ein nachlassendes Erinnerungsvermögen und körperliche Gebrechlichkeit.
All diese Umstände können ebenso bei den pflegenden Familienmitgliedern Scham hervorrufen. Verstärkt wird dies durch mangelnde Anerkennung, das Gefühl der Überforderung oder ein schlechtes Gewissen, weil sie glauben, den Erwartungen anderer bei der Pflege nicht zu genügen.
Obwohl es ein unangenehmes Gefühl ist, erfüllt Scham eine Schutzfunktion, indem sie persönliche Grenzen aufzeigt. Aus diesem Grund kann ein ehrlicher Dialog über die konkreten Auslöser dabei helfen, gemeinsame Regeln aufzustellen und diese zu befolgen. Dieser Prozess wirkt für beide Beteiligten in der Regel entlastend und kann, wie das ZQP ausführt, das gegenseitige Verständnis sowie ein fürsorgliches Miteinander stärken.

Wer Angehörige pflegt, teilt viele intime Momente - um Scham zu vermeiden, sind klare Absprachen meist hilfreich.
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Was beim Abbau von Scham helfen kann
Um Scham zu verringern, ist der erste Schritt, die eigenen Emotionen und die des Gegenübers zu bemerken und zu bestätigen. Das gilt auch dann, wenn man persönlich die Situation nicht als peinlich einstuft. Eine solche Anerkennung trägt dazu bei, dass sich die andere Person akzeptiert und respektiert fühlt.
Das ZQP merkt an, dass klare Vereinbarungen Erleichterung verschaffen können. Die Festlegung, wer welche Aufgabe übernimmt und wie Hilfe konkret gebraucht und gewünscht wird, kann beiden Parteien Sicherheit geben.
Zusätzlich stärkt es das Selbstwertgefühl von pflegebedürftigen Personen, wenn man sie im Alltag so viele Aufgaben wie möglich eigenständig erledigen lässt. Auf ähnliche Weise können freundliche und anerkennende Worte, die zwischendurch geäußert werden, eine bemerkenswert positive Wirkung entfalten.
Für ein besseres Verständnis der Reaktionen der gepflegten Person ist es neben Gesprächen auch von entscheidender Bedeutung, sich detailliert über das spezifische Krankheitsbild und dessen mögliche Symptome zu informieren.

Scham abbauen: Liebevolle Worte und Gesten stärken die Beziehung und das Selbstbewusstsein.
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Unterstützung suchen: Selbstfürsorge für Angehörige
Damit Scham die Beziehung und den Pflegealltag nicht zu einer Belastung macht, ist es für Angehörige essenziell, sich Hilfe zu suchen. Ein Gespräch über die Lage mit Freunden oder der Erfahrungsaustausch mit anderen Pflegenden in einer Selbsthilfegruppe kann sich als nützlich erweisen.
Um die Entstehung einer chronischen Belastung zu verhindern, rät das ZQP außerdem dazu, rechtzeitig professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, beispielsweise durch eine psychologische oder pflegerische Beratung.
Regelmäßige Pausen sind für die Pflegenden ebenfalls unverzichtbar. Manchmal kann es auch vorteilhaft sein, die Pflegeorganisation anzupassen, zum Beispiel durch die Einbindung eines ambulanten Pflegedienstes. Letztendlich sollte sich niemand dafür schämen, bei der Erfüllung von Pflegeaufgaben Unterstützung anzunehmen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.