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Angst vor versteckter KameraUmfrage: 85 Prozent sehen heimliches Filmen als Problem

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Geheimes Filmen

Neun von zehn Frauen sehen heimliches Filmen in privaten Situationen als gesellschaftliches Problem. (Symbolbild)

Eine Umfrage zeigt große Sorge vor heimlichen Aufnahmen, besonders durch unauffällige Brillen mit Kameras.

Für eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland stellt das heimliche Anfertigen von Filmaufnahmen in privaten oder intimen Momenten ein soziales Problem dar. Eine repräsentative Erhebung zeigt, dass 85 Prozent der Teilnehmenden verdeckte Aufzeichnungen, beispielsweise am Strand im Bikini oder in einer Sauna, als „sehr großes Problem“ (47 Prozent) oder „großes Problem“ (38 Prozent) einstufen. Bei den weiblichen Umfrageteilnehmerinnen erreichte dieser Anteil sogar 89 Prozent.

Die Befragung wurde von Infratest Dimap im Namen des „team.recherche“ des SWR realisiert. Zu diesem Zweck hat das Institut Ende März repräsentativ 1.316 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger telefonisch sowie über das Internet interviewt.

Smart Glasses als Instrument für digitale Übergriffe

Die Erhebung ist Bestandteil einer Dokumentation des SWR, die sich mit digitaler Gewalt befasst und dabei einen speziellen Schwerpunkt auf die als Smart Glasses bezeichneten Brillen legt. Es geht hierbei um Brillenmodelle, die über eine integrierte Kamera sowie ein Mikrofon verfügen, sich aber visuell kaum von herkömmlichen Brillen abheben.

Angaben des SWR zufolge haben sich mittlerweile in sozialen Medien und Internetforen Gruppen von Anwendern dieser Brillen formiert. Innerhalb dieser Gemeinschaften werden Ratschläge geteilt, wie man Frauen heimlich aufzeichnen kann, zum Beispiel während sexueller Handlungen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.