Aktion zur 100. „Wandertag”-FolgeMit der Rundschau auf neuen Wegen

Die Rundschau ruft wieder zum Wandern auf!
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Rheinland – Die Eifel hat einen, der Westerwald auch, und das Sauerland schon lange. Jetzt soll auch das Bergische Land einen Fernwanderweg bekommen, oder besser: gleich zwei. Und dazu noch 24 lokale Themenrundwege. Mit insgesamt rund 700 Kilometern neuer Wanderrouten, die in den kommenden Monaten eröffnet werden, will die Region zwischen Rhein und Sauerland, Ruhr und Sieg in eine "Wanderliga" aufsteigen, in der sich andere Mittelgebirgsregionen bereits befinden.
Drei Jahre lang hat die "Naturarena Bergisches Land", die Tourismusgesellschaft der Kreise Rhein-Berg und Oberberg, dafür im Rahmen eines von EU und Land NRW geförderten Wanderprojekts besonders reizvolle Wanderpfade ausgekundschaftet und diese mit Eigentümern und Behörden abgestimmt.
Strenge Qualitätskriterien für Fernwanderwege
Die 24 Rundwanderwege sollen den Wanderern als "Bergische Streifzüge" mit Infostationen am Wegesrand die Natur, Kultur und Geschichte des Bergischen Landes näher bringen.
So wird Bergisch Gladbach beispielsweise mit einem Rundwanderweg zu seinen Schlössern und Burgen aufwarten. Overath geht mit einem Pilgerweg an den Start und Much mit einem Heinrich-Böll-Weg. Reichshof wird mit einem Rundweg zur Entdeckung einer der letzten oberbergischen Wacholderheiden einladen.
Mit dem "Bergbauweg" in Rösrath wird am Sonntag, 6. Mai, der erste "Bergische Streifzug" und damit die erste Tour im neuen "Bergischen Wanderland" eröffnet. Die Rundschau feiert parallel dazu die 100. Folge ihrer "Wandertag"-Serie und lädt am 6. Mai ab 11 Uhr zu einem Leser-Wandertag nach Rösrath-Hoffnungsthal ein (siehe Kasten). Neben den als Halbtageswanderungen ausgelegten "Streifzügen" ist für den Spätsommer die Eröffnung der beiden neuen Fernwanderwege geplant: Der 210 Kilometer lange "Bergische Weg" führt ab dem 26. August in zwölf Etappen von Essen zum Drachenfels (mit Anschluss an den Rheinsteig) und passiert unterwegs Sehenswürdigkeiten wie die Müngstener Brücke, Schloss Burg an der Wupper, den Altenberger Dom oder die mittelalterliche Stadt Blankenberg an der Sieg. Der 230 Kilometer lange "Bergische Panoramasteig" verläuft auf zwölf Etappen in einer großen Runde durch Rhein-Berg und Oberberg und bietet neben Sehenswürdigkeiten wie den oberbergischen Talsperren, der ältesten Stadt des Bergischen Landes (Wipperfürth), Schloss Homburg und dem LVR-Freilichtmuseum in Lindlar zahlreiche Panorama-Fernblicke - bis zum Siebengebirge und ins Rheintal.
Beide Fernwanderwege sollen als Qualitätswege durch den Deutschen Wanderverband zertifiziert werden. Dazu sind Kriterien wie eine abwechslungsreiche Routenführung und eine hervorragende Auszeichnung der Wege (Wandern ohne Karte) zu erfüllen. Außerdem muss der Anteil der naturnahen Wege, die bei Wanderern besonders beliebt sind, mindestens 35 Prozent der Gesamtstrecke ausmachen. Dass Wanderer künftig noch zahlreicher ins Bergische Land kommen, davon ist Naturarena-Geschäftsführer Mathias Derlin überzeugt. Wichtig sei dafür allerdings, "dass die Qualitätssteigerung bei den Wanderwegen auch in den Bereichen rund um das Wandern stattfindet". So engagieren sich die Touristiker zurzeit auch dafür, dass der Service am Wegesrand stimmt. Dazu bieten sie etwa Fortbildungen für Gastronomen und Hoteliers an. Als zertifizierte "Gastgeber" sollen diese unter anderem Wanderpauschalen, Shuttle-Fahrten zu Weg-Einstiegen und ganz praktische Einrichtungen wie Trockenräume für durchnässte Wanderkleidung anbieten - damit sich der Wanderer im neuen Wanderland auch rundum wohlfühlt. für
