„Baby-Blues“Gereiztheit und Erschöpfung von jungen Müttern geben Rätsel auf

Funktioniert die Schilddrüse nicht mehr richtig, kann das auch bei jungen Müttern viele Probleme mit sich bringen.
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Sind Frauen nach der Geburt leicht reizbar, ständig erschöpft und schlafen schlecht, wird dies meist auf die außergewöhnliche Belastung zurückgeführt. Schließlich ist die erste Zeit mit Baby eine Herausforderung. Es kann aber auch eine Funktionsstörung der Schilddrüse dahinterstecken, erläutert die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie: die sogenannte Hashimoto-Thyreoiditis. Sie ist gut behandelbar. Deswegen sollten Frauen solche Symptome nicht einfach abtun, sondern ihre Schilddrüse überprüfen lassen.
Etwa sieben Prozent aller Frauen erkranken binnen eines Jahres nach der Geburt an der autoimmun bedingten Hashimoto-Thyreoiditis, erläutern die Fachärzte. Die Krankheit kann in Phasen verlaufen: Zunächst kommt es zu einer Überfunktion der Schilddrüse. Die Frauen sind dann nervös und schwitzen stark. Daran schließt sich eine Phase der Unterfunktion an, mit Lustlosigkeit und Ängsten. Manche Betroffene brechen auch ohne Grund plötzlich in Tränen aus.
Besonders gefährdet sind Frauen, die schon vor der Schwangerschaft Probleme mit der Schilddrüse hatten sowie Diabetikerinnen. Auf eine Schilddrüsenfehlfunktion sollten unbedingt auch Frauen mit den Symptomen einer Wochenbettdepression untersucht werden. Die Anzeichen ähneln sich. (dpa)
