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Beim PilzesammelnVorsicht vor giftigen Exemplaren

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Reiche Ausbeute: Nach den starken Regenfällen werden Sammler unter anderem mit Maronen und auch Pfifferlingen fündig. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Amorbach – Der viele Regen hat den Beginn der Pilzsaison etwas vorgezogen. Doch Augen auf beim Pilzesammeln: Laien greifen häufig aus Unwissen zu den falschen Gewächsen. Pilzberater können helfen, solche fatalen Fehlgriffe zu vermeiden.

Pilzsammler sollten sich gut informieren, bevor sie ihre Funde essen. Giftige und ungiftige Sorten sähen sich so ähnlich, dass man sie leicht verwechseln könne, sagt Hans Halbwachs von der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft in Amorbach. Die Pilzsaison hat bereits begonnen. "Aufgrund der Witterung kann man davon ausgehen, dass zurzeit alles wächst", darunter auch Steinpilze und Pfifferlinge.

Generell sollten Sammler nur für den persönlichen Bedarf in den Wald gehen. "Die Umweltbedingungen haben sich nicht verbessert in den letzten Jahrzehnten", sagt Halbwachs. Zu viel zu sammeln sei daher schädlich für den Pilzbestand. Die Menge sollte einen "Henkelkorb, wie man ihn zum Einkaufen nutzt", nicht überschreiten. Die richtige Technik: Pilze abschneiden, nicht ausreißen. "Beim Rauswurzen beschädigt man das Pilzgeflecht im Boden", erklärt Halbwachs.

Am besten sei es, die Pilze am selben Tag zu essen - etwa mit etwas Ei und Petersilie in der Pfanne gebraten. Sie könnten aber auch eingefroren werden. "Dazu den Schmutz mit einem Pinsel entfernen, arg verschmutzte Stellen abschneiden und die Pilze klein schneiden", empfiehlt Halbwachs. Pilze könnten sofort in die Tiefkühltruhe gelegt werden, sie zu blanchieren sei nicht notwendig. (dpa/tmn)