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EnergiekostenJahres-Check für die Heizung

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Alle Jahre wieder beginnt die Heizsaison. Die Kosten sollte man dabei unbedingt im Blick haben.

Auch in diesem Winter werden Eigenheimbesitzer die steigenden Energiekosten wieder deutlich zu spüren bekommen. Allein die jährlichen Heizkosten für eine vierköpfige Familie, die in einem unsanierten Einfamilienhaus lebt, haben sich in den vergangenen zehn Jahren auf rund 2730 Euro verdoppelt. Viele Hausbesitzer interessieren sich daher für moderne Heizungssysteme, um die Energiekosten dauerhaft zu senken. Doch welche Heizung empfehlenswert ist, hängt neben den Faktoren Gebäudeform, Lage, Wärmeschutz und Nutzungsdauer auch von den eigenen Vorlieben und dem individuelle zu Verfügung stehenden Kostenrahmen ab.

Mit dem Austausch der Heizung können rund 40 Prozent der Energiekosten eingespart werden. Eine moderne Öl- oder Gasheizung zeichnet sich durch effiziente Brennwerttechnik und einen geringen Verbrauch aus. Kombiniert mit einer thermischen Solaranlage, werden die Heizkosten weiter gesenkt. Vor allem im Frühjahr und Herbst stellen die solarthermische Anlagen Wärme zum Heizen oder Warmwasser zum Baden bereit. Das lohnt sich vor allem in den Sommermonaten, denn in dieser Zeit kann der Heizkessel ausgeschaltet werden.

Mini-Blockheizkraftwerke

Mit der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) arbeiten Mini-Blockheizkraftwerke (Mini-BHKW): Ein Verbrennungsmotor treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. Die dabei entstehende Wärme wird über einen Wärmetauscher nutzbar gemacht. Die Anlagen sind zudem mit einem Pufferspeicher für Warmwasser ausgestattet. Je teurer Strom wird, desto lohnenswerter sind diese kleinen Hauskraftwerke:

Denn Mini-Blockheizkraftwerke erhalten im Zuge der sogenannten Einspeisevergütung einen mit dem örtlichen Versorger auszuhandelnden Betrag für eingespeisten Strom, einen KWK-Zuschlag in Höhe von 5,11 Cent/kWh für die Dauer von zehn Jahren sowie ein Netzentgelt für die dezentrale Einspeisung. Einige Mini-BHKW können sogar mit Biomasse, zum Beispiel Holzpellets, betrieben werden und erhalten einen zusätzlichen Bonus von bis zu 3 Cent/kWh.

Holzheizung

Umweltbewusste Hausbesitzer, die auf eine nachhaltige Heiztechnik zurückgreifen möchten, sind mit einer Holzheizung gut beraten. Eine Holzheizung lässt sich hervorragend als Zentralheizung verwenden. Verbreitete Systeme sind zum Beispiel der Holzvergaser oder eine Hackschnitzelheizung. Holz ist preiswerter als etwa Heizöl oder Gas und wartet mit guten Brennwerten auf. Allerdings sind Holzheizungen in der Anschaffung teurer als konventionelle Gas-Brennwertgeräte. Ein vollautomatischer Pelletofen etwa ist für circa 7000 Euro erhältlich. Einige Holzheizungen werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gefördert.

Wärmepumpen

Eine echte Alternative zu konventionellen Heizungen sind Wärmepumpen, die mit Wasser oder Luft heizen. Sie entziehen dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Luft Wärme und heizen damit das Eigenheim. Da eine Wärmepumpe zu einem großen Teil Umweltwärme nutzt, ist sie nicht nur umweltfreundlich, sondern bietet auch sehr günstige Betriebs- und Verbrauchskosten. Die Preise für solche Anlagen variieren sehr stark. Je nach Gerät kosten die Pumpen zwischen 10 000 und 12 000 Euro.

Energieberatung

Eine professionelle Energieberatung steht vor jeder energetischen Modernisierung. Energieberater helfen bei der Ermittlung des Sanierungsbedarfs und erstellen einen Sanierungsfahrplan. Angesichts der Investitionskosten müssen Bauherren verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht ziehen. Neben der staatlichen Förderung stehen klassische Finanzierungsmöglichkeiten wie ein Bausparvertrag im Mittelpunkt.

Interessant ist hier unter anderem die Planungssicherheit. Denn der spätere Darlehenszins steht schon bei Abschluss fest. Das zuteilungsreife Bauspardarlehen ist jederzeit auch für Modernisierungsmaßnahmen oder Instandhaltung verfügbar. Wer kurzfristig Geld für eine Sanierung benötigt, zieht ein Darlehen bei der Bausparkasse oder seiner Hausbank in Betracht.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet verschiedene Förderprogramme, die zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse für Einzelmaßnahmen zur Verfügung stellen. Die Anträge sind bei Hausbank oder Bausparkasse einzureichen. Auch die Baubegleitung durch einen Energieberater wird von der KfW mit bis zu immerhin 4000 Euro gefördert. Vom Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) profitieren Eigentümer, die ihre Heizung auf erneuerbare Energien umstellen und zum Beispiel eine solarthermische Anlage integrieren oder auf eine Holzpellet-Heizung umsteigen. Die Förderung erfolgt - je nach Art und Größe des Vorhabens - durch Investitionszuschüsse, Darlehen und Tilgungszuschüsse.

Wichtig: Die Gelder müssen vor Baubeginn beantragt werden. Immobilienbesitzer, die einen Zuschuss für schon begonnene Arbeiten haben möchten, gehen leer aus

HIER GIBT'S INFOS

Die Verbraucherzentrale NRW hat ein Energieberatungs-Angebot für Hausbesitzer. Dabei wird auch die Heizung und ihre Kosteneffizienz auf den Prüfstand gestellt und mögliche Fördermaßnahmen angesprochen. Preis: 60 Euro.

www.vz-nrw.de/energieberatung

Für Interessenten gibt es auch die Möglichkeit zur telefonischen Terminvergabe 0221 / 2407402. Alle verfügbaren Fördermittel für die Region sind abrufbar unter

www.foerderdatenbank.de

Informationen zu Fragen rund um das Thema Bausparvertrag findet man unter

www.bausparkassen.de

Lohnenswert kann auch ein Blick auf lokale Förderprogramme von Städten und Gemeinden oder dem örtlichen Energieversorger sein. Teilweise bieten diese Zuschüsse, wie zum Beispiel für die Entsorgung alter Öltanks, an.