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Ergebnisse der TelefonaktionHerzmuskel retten

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Bei einem Herzinfarkt zählt jede Sekunde. (Symbolfoto: dpa)

Stimmt es, dass Frauen einen Herzinfarkt anders wahrnehmen als Männer?

Ja, bei den Männern sind die Symptome einfach, sie haben die typischen Beschwerden: Brustschmerzen, Ausstrahlung des Schmerzes in den Arm, schwere Atemnot, kalter Schweiß auf der Stirn. Das Problem beim Mann: Er spricht nicht gern darüber. Das heißt, er hat Beschwerden, er joggt beispielsweise und hat einen Druck auf dem Brustkorb. Aber er geht nicht zu seiner Frau und erzählt es ihr. Er versucht das erst einmal auszuhalten. Bei der Frau ist es anders. Sie spricht gern und würde auch sicher gern darüber sprechen, aber sie kann es nicht, weil ihre Beschwerden in vielen Fällen sehr untypisch sind.

Welche Beschwerden sind das bei der Frau?

Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, eine leichte Kurzatmigkeit, Müdigkeit und damit also Symptome, die man nicht direkt mit einem Herzinfarkt in Verbindung bringt. Die für einen Herzinfarkt typischen Brustschmerzen sehen wir nur in einem Drittel der Fälle. Deswegen ist es wichtig, dass die Frau weiß, dass sie andere Beschwerden haben kann. Schließlich muss bei einem Herzinfarkt sofort gehandelt werden.

Warum muss beim Herzinfarkt schnell gehandelt werden?

Weil es gilt, möglichst viel Herzmuskel zu retten, und das ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen nicht anders. Lassen Sie mich dazu erklären, wie das Herz arbeitet: Der Herzmuskel ist der entscheidende Teil des Herzens. Er hat die Aufgabe, durch ein Zusammenziehen sauerstoffreiches Blut in den Körper zu pumpen. Anschließend erschlafft dieser Muskel wieder, so dass sauerstoffarmes Blut ausgesaugt und in die Lungen transportiert werden kann, wo es wieder mit Sauerstoff angereichert wird. Das Herz macht dies ein Leben lang, deshalb braucht es auch unheimlich viel "Nahrung": Den Sauerstoff. Diese Nahrung erhält das Herz schließlich über die Herzkranzgefäße.

Vor 10 Jahren hatte ich einen Herzinfarkt und damals im Krankenhaus auch einen Stent bekommen. Ich bin jetzt 87 Jahre alt und fühle mich noch ganz wohl. Ich bin aber besorgt, dass mein Stent noch offen ist. Muss ich nach 10 Jahren nicht einen Herzkatheter bekommen?

Wenn Sie keine Beschwerden wie Brustenge oder Luftnot haben und sich ihrem Alter entsprechend gut belastbar fühlen, brauchen Sie sich um Ihren Stent keine Gedanken zu machen. Gehen Sie wie gewohnt zu den hausärztlichen Kontrolluntersuchungen und nehmen Sie Ihre Medikamente ein. Eine erneute Herzkatheteruntersuchung ist bei Ihnen nicht notwendig.

Ich bin 75 Jahre alt, hatte vor 18 Jahren einen Herzinfarkt und habe einen Stent bekommen. Aktuell bin ich beschwerdefrei. Ist eine Kontrollherzkatheteruntersuchung nötig? Was kann ich tun? Ich nehme nur ASS 100 mg.

Bei beschwerdefreien Patienten werden in der Regel keine Routineherzkatheterkontrollen durchgeführt. Wichtig ist die Kontrolle der Risikofaktoren; zusätzlich Cholesterinsenker (Statin empfehlenswert), nicht rauchen, Bewegung, gesundes Essen, Bluthochdruck einstellen.

Ich bin 56 Jahre, man hat mir aufgrund meiner Beschwerden geraten, eine Herzkatheteruntersuchung durchführen zu lassen. Ich habe aber Angst davor. Nun habe ich davon gehört, dass man dieselben Aussagen auch mit einer CT-Untersuchung der Herzkrankgefäße erreichen kann. Ist das richtig?

Die CT-Untersuchung der Herzkranzgefäße steht seit Jahren in sich stets verbessernder Technik und mit immer besseren Bildern zur Verfügung. Wir setzen sie bei Patienten ein, bei denen ein mittleres Risiko besteht, tatsächlich eine koronare Herzerkrankung zu haben und können dann meist auch eine bedeutsame Koronarerkrankung ausschließen. Voraussetzung für zuverlässige Aussagen ist aber, dass nur wenig Kalk in den Kranzarterien vorliegt, und dass bei den Patienten kein Stent gesetzt wurde. Außerdem müssen Sie, wenn bei Ihnen ein behandlungsbedürftiger Befund besteht, schließlich einer Herzkatheteruntersuchung zugeführt werden, denn nur damit kann auch eine Intervention in Engstellen der Kranzgefäße erfolgen.