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Erlaubt ist allesDas trägt Mann zur Badesaison 2015

5 min

Mit knielangen Surfershorts macht Mann auch in diesem Sommer nichts verkehrt. (Foto: Photocase)

Der Klassiker

Oft verpönt, nie verschwunden. Es gibt sie immer noch, die klassische Badehose in Slip-Form. Mit ihrem extrem kurzen Schnitt ist sie besonders körperbetont, entsprechend sieht sie nicht bei jeder Figur gut aus. Daher auch ihr eher zweifelhafter Ruf. Wer seinen Bauch verstecken möchte, sollte besser zu einer anderen Hose greifen. Bestens geeignet ist dieser Badehosen-Klassiker für Sonnenanbeter, schließlich wird nur wenig Haut verdeckt. Die Slip-Form ist wieder gefragt, was am Retro-Trend liegt. Was die Farbwahl angeht, sollte es allerdings schlicht und eher einfarbig zugehen - außer, man will um jeden Preis auffallen.

Boxer/Briefs/Speedos

Sie sind normalerweise marginal länger als der Klassiker und daher ebenfalls eher für die sportliche Figur geeignet. Vom Schnitt erinnern diese Hosen an die guten alten Hotpants, sie sind in gewisser Weise also auch ein Retro-Look. Da sie eng anliegen, garantieren sie dem Träger eine hohe Bewegungsfreiheit und sind so natürlich besonders gut dazu geeignet, tatsächlich auch im Wasser getragen zu werden - nämlich beim Schwimmen. Vor wenigen Jahren noch lag diese enge Form der Badehose voll im Trend, bei manchen Frauen ist sie seit einiger Zeit allerdings als Macho-Outfit verschrien - warum auch immer. Vielleicht auch deswegen ist die Liebe der modebewussten Männer dazu inzwischen deutlich abgekühlt.

Shorts

Sie gehören zu den derzeit trendigsten und beliebtesten Badehosen. Die Shorts sehen aus wie normale Sporthosen, wie sie zum Beispiel beim Fußballspielen getragen werden. Jeder, der eine Fußballhose schon einmal im Wasser getragen hat, weiß: Das ist ziemlich unpraktisch. Sie wird unter anderem wegen des Netzgewebes innerhalb der Hose unglaublich schwer und rutscht gerne - daher muss man immer aufpassen, nicht plötzlich halbnackt am Strand zu stehen. Was nicht immer angenehm ist, wenn Mann vor Publikum aus dem Wasser steigt. Badeshorts jedoch werden - wie es der Name schon vermuten lässt - eigens für den Gebrauch im Wasser hergestellt und haben diese Nachteile demnach nicht. Die aktuelle Stilikone der Badehosen endet kurz oberhalb des Knies und darf ruhig etwas bunter sein. Auch hier gilt: Retro ist in, es spricht nichts gegen einfallsreiche Muster oder Farbdrucke.

Surfer-Shorts

Vor einigen Jahren traten die weit geschnittenen, langen Surfer-Shorts ihren Siegeszug am Meer und in Schwimmbädern an, fast jeder trug sie. Zwar haben die meisten von ihnen noch nie auf einem Surfbrett gestanden. Aber das hindert einen natürlich nicht daran, so lässig wie ein Surfer aussehen zu wollen. Heute sind Männer da nicht mehr ganz so aufschneidend unterwegs. Unter modebewussten Strandbesuchern gilt die Surfer-Shorts mittlerweile eher als out - außer natürlich, man steigt tatsächlich aufs Surfbrett. Um körperliche Problemzonen zu kaschieren sind Surfer-Shorts aber immer noch die beste Wahl.

Doppelträger, String, Schwimmanzug? Weiter geht es auf der nächsten Seite

Der Doppelträger

Hierbei handelt es sich weniger um eine Badehose als viel mehr um die Umschreibung eines bestimmten Träger-Typs. Bei zahlreichen jungen Männern ist es Mode geworden, unter den üblichen Bade-Shorts noch eine Unterhose, in diesem Fall eng geschnittene Boxershorts, zu tragen. Wichtig dabei: der Gummizug der Unterhose - vielmehr die Beschriftung trendiger Hersteller wie etwa Calvin Klein - muss unter den Bade-Shorts hervorlugen. Einige Träger geben jedoch auch an, dass die doppelte Hose allein praktische Gründe habe: Wenn die etwas lockerere Badehose versehentlich herunterrutsche, habe der unabsichtliche Striptease dank der Boxershorts ganz einfach einen weniger peinlichen Effekt.

Der String

Er ist der Außenseiter unter den Männer-Badehosen - und nicht wenige werden sagen: zu Recht! Er verdeckt noch weniger als der gearde wieder im Trend liegende Badehosen-Slip, im Grunde nämlich nur noch das männliche Geschlechtsorgan. Manch einer hält den String daher für eine optische Zumutung, selbst wenn der Träger einen adonishaften Körperbau hat. Der String hat aber auch Vorteile. So wird beim Sonnenbad beispielsweise auch der verlängerte Rücken des Trägers gebräunt - und wer jemals auf einer Wasserrutsche unterwegs war, der weiß: Auf nackter Haut rutscht es sich am besten, und, vor allem, schnellsten. Den String gibt es inzwischen in verschiedenen Variationen, eine davon wurde insbesondere durch den britischen Komiker Sacha Baron Cohen in seiner Rolle als Borat berühmt. Die weitläufig als Borat-Anzug bekannte Badehose ist im Grunde nichts anderes als ein String mit Hosenträgern. Bevorzugt getragen werden diese speziellen Variationen der Bademode von jungen Männern im Partyurlaub, etwa auf Mallorca oder am bulgarischen Goldstrand.

Schwimmanzug

Ja, auch den gibt es. Allerdings weniger aus ästhetischen, sondern vielmehr aus praktischen Gründen. Ein solcher Anzug wird meist von Sportschwimmern getragen und eher selten beim Strandurlaub. Die Vorteile des Schwimmanzugs liegen unter anderem darin, dass der Körper des Sportlers in kälterem Wasser weniger schnell auskühlt. Zudem wird dieser sportlichen Variation der Bademode nachgesagt, dass sie aufgrund ihrer speziellen Form ein schnelleres Schwimmen ermöglicht.

So weisen sie beispielsweise einen geringeren Wasserwiderstand auf als locker sitzende Shorts. Die Anzüge wurden eine Zeit lang im Profisport getragen, sind dort aus wettbewerbstechnischen Gründen jedoch inzwischen wieder verboten. Stattdessen dürfen Hochleistungsschwimmer lediglich noch Hosen tragen, die höchstens Knielänge haben. Zeit für den Schwimmanzug, wenigstens am Strand und im Freibad noch eine gute Figur zu machen.