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Fahrradfahren im WinterLicht ist überlebenswichtig

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Wer in der dunklen Jahreszeit mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte auf eine gute Beleuchtung achten.

Bettina Cibulski vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) sagt: "Zum einen ist es relativ kompliziert, die Lichtanlage am Fahrrad zu reparieren, wenn sie einmal kaputt ist." Und zum anderen unterschätzten die Radler die Gefahr und sähen es als Kavaliersdelikt an, ohne Licht zu fahren, so die Expertin. Rund ein Drittel aller Radfahrer sei daher auch im Dunkeln ohne Beleuchtung unterwegs.

Doch gerade jetzt, in der dunklen Jahreszeit, ist das besonders gefährlich. "Im Winter wird es schon dunkel, wenn noch sehr viel Verkehr auf den Straßen ist", sagt Bettina Cibulski. Außerdem erschweren Regen und Nebel oft auch tagsüber die Sicht. Wer also kein funktionierendes Licht am Rad hat, dem rät die Expertin, dringend nachzurüsten. Die günstigste Variante ist natürlich immer noch, die Dynamo-Anlage selbst zu reparieren. Wer das nicht kann, und wenn sich auch eine Reparatur beim Fachmann nicht lohnt, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als eine neue zu kaufen. Das Angebot ist riesig - und entsprechend unübersichtlich.

Nabendynamo funktioniert bei jedem Wetter

Dennoch gibt es einige grundsätzliche Tipps: "Zunächst sollte man darauf achten, dass man eine Beleuchtungsanlage mit Nabendynamo kauft", sagt die ADFC-Expertin. Ein solcher hat - im Vergleich zum Seitenläufer-Dynamo - den Vorteil, dass er bei jedem Wetter zuverlässig funktioniert und der Betrieb kaum zusätzlichen Kraftaufwand erfordert. Denn gerade im Winter sollten Radler am besten immer, also auch tagsüber, mit Licht fahren.

Außerdem müssen Leuchten und Reflektoren ein Prüfzeichen haben. Für die Beleuchtung selbst empfiehlt die Expertin LED-Lampen mit Standlichtfunktion: "Sie haben den großen Vorteil, dass sie nachleuchten." Das heißt: Auch wenn der Radler an der roten Ampel steht, leuchtet die Lampe weiter - für mindestens vier Minuten.

Diesen Vorteil haben zwar auch Lampen, die mit Akkus oder Batterien betrieben werden. "Streng genommen sind die aber nicht zugelassen", so Cibulski. Vorne sind sie überhaupt nicht erlaubt, als zusätzliche Rücklichter dürfen sie nur benutzt werden, wenn das Fahrrad zudem eine funktionierende Dynamo-Anlage hat. Denn sonst besteht die Gefahr, dass die Batterien plötzlich leer sind - und der Radler ohne Licht weiterfahren muss. "Ärger mit der Polizei werden Sie aber wahrscheinlich nicht bekommen, wenn Sie diese Lampen benutzen", sagt Cibulski. Die Beamten seien in der Regel froh, dass die Radler in diesem Fall überhaupt funktionierendes Licht hätten.

Dynamo-Anlage ist die optimale Lösung

Die Expertin rät von akku- oder batteriebetriebenen Lampen ab: Deren Kapazität ist begrenzt, sie sind auf Dauer vergleichsweise teuer und nicht umweltfreundlich. Das gilt auch für Blinklichter zum Anstecken. "Diese können allerdings schon ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn sein. Sie dürfen aber niemals als alleinige Lichtquelle genutzt werden", so die ADFC-Sprecherin. "Zudem empfehlen wir, im Winter helle Kleidung zu tragen, Funktionskleidung hat ja zudem oft reflektierende Elemente." Ob man sich darüber hinaus noch mit reflektierenden Westen oder Reflektorstreifen sichtbarer mache, sei eher eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Die optimale Lösung sei eine funktionierende Dynamo-Anlage. Günstig ist die allerdings nicht: "Eine wirklich gute Beleuchtung bestehend aus Nabendynamo, Frontscheinwerfer und Rücklicht fürs Rad kostet schon um die 150 Euro", sagt sie. "Wenn dies den Wert des Rades übersteigt, sollte man sich überlegen, ob es eventuell sinnvoll ist, direkt ein neues Rad mit intakter Lichtanlage zu kaufen." Eine Ausrede, ohne Licht zu fahren, könne dies nicht sein. "Neben den Bremsen ist die Beleuchtung das, was am Rad in jedem Fall funktionieren muss."