Ausbildung, Familie, Karriere, Hobbys, ein eigenes Zuhause - eine der wichtigsten Grundlagen jeder Lebensplanung ist das Einkommen. Und damit der Beruf. Doch wie geht es weiter, wenn man zu krank ist, um seinen Beruf auszuüben? Häufig stehen Betroffene dann plötzlich vor großen finanziellen Problemen.
Jeder Vierte wird statistisch betrachtet im Laufe seines Lebens berufsunfähig, in einigen Berufen sogar jeder Zweite. Gründe dafür gibt es viele: Menschen, die in körperlich anstrengenden Berufen arbeiten, haben zwar ein höheres Risiko, arbeitsunfähig zu werden. In der modernen Arbeitswelt nehmen aber auch die Fälle von Berufsunfähigkeit wegen psychischer Erkrankungen zu. Schon jetzt stehen Burn-out und Depression auf Platz Eins der Gründe.
Gesetzliche Rente reicht meist nicht
Die Zahl derer, die sich gegen eine eventuelle Berufsunfähigkeit versichern, ist hingegen verhältnismäßig gering: Etwa ein Viertel der Berufstätigen hat eine private Berufsunfähigkeitsversicherung.
"Manche verlassen sich ausschließlich auf den Schutz der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente", erklärt Manuela Budewell, eine Sprecherin der Deutschen Rentenversicherung Bund. Doch diese allein könne die finanzielle Existenz häufig nicht sichern. Einige Experten, etwa vom Bund der Versicherten oder Finanztest, stufen die Berufsunfähigkeitsversicherung daher als wichtigste Police nach der privaten Haftpflichtversicherung ein.
Zukunftspläne berücksichtigen
Jenseits der Statistiken bedeutet eine Berufsunfähigkeit in jedem Fall eine Bedrohung für die finanzielle Existenzgrundlage der Betroffenen. Doch wer sich gegen die finanziellen Folgen versichern möchte, sollte sich gut informieren. Denn: Die eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die für jeden passt, gibt es nicht. Ausgeübter Beruf, Versicherungssumme, Eintrittsalter, gesundheitliche Risiken, Familienstand - neben der aktuellen Lebenssituation müssen auch die weiteren Pläne für die Zukunft in die Vorsorgeplanung einfließen. (feo)
