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Comeback der FreikörperkulturFKK-Vereine verzeichnen wieder mehr junge Mitglieder

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Erster FKK-Wanderweg in Mecklenburg-Vorpommern

Auf Nackt-Wanderwegen können die Menschen nackig oder mit Klamotten spazieren gehen. (Archivbild)

Die Freikörperkultur erlebt eine Renaissance. Nach Jahren des Rückgangs gewinnen FKK-Vereine wieder neue Mitglieder.

Neben bekennenden Naturisten gibt es auch Personen, die eher durch Zufall auf einem Campingplatz für Freikörperkultur landen. „Am ersten Abend sind sie vielleicht noch ein bisschen gehemmt, am zweiten sitzen sie dann plötzlich ohne Badebekleidung an der Badestelle und am dritten haben sie sich überlegt, dass sie noch länger bleiben wollen“, berichtet Fabian Heuel vom FKK-Campingplatz am Rätzsee in Mecklenburg-Vorpommern.

Heuel, der den Platz gemeinsam mit Martin Löser leitet, berichtet von einer zunehmenden Zahl junger Gäste. Die Übernachtungszahlen hätten sich bei ihnen innerhalb der letzten Dekade insgesamt verdreifacht. Dieser Anstieg ist vermutlich auf den allgemeinen Camping-Boom zurückzuführen. Laut dem Verein Get Naked Deutschland begehen Anhängerinnen und Anhänger traditionell am ersten Sonntag im Juni den Welt-Naturisten-Tag.

Vereine für Freikörperkultur gewinnen wieder Mitglieder

Die Freikörperkultur (FKK), welche das gemeinsame Nacktsein und die Verbundenheit zur Natur feiert, erfährt in Deutschland eine schrittweise Renaissance. Aktuell sind laut Manuela Fernandez, Vizepräsidentin des Deutschen Verbands für Freikörperkultur (DFK), rund 35.000 Personen in einem FKK-Verein organisiert. Nachdem die Mitgliederzahl von beinahe 40.000 im Jahr 2010 auf etwas über 32.000 im Jahr 2018 zurückgegangen war, verzeichnet sie seitdem wieder einen Zuwachs.

Zahlreiche der 120 Vereine haben jedoch ein etwas angestaubtes Image und erhebliche Probleme, Nachwuchs zu finden. Es wird berichtet, dass teilweise die eine Hälfte der Vereinsangehörigen über 60 Jahre alt ist. Dessen ungeachtet lässt sich in jüngerer Zeit ein Zuwachs an jüngeren Mitgliedern ab 30 Jahren beobachten.

„Ein Gefühl von Freiheit und Respekt“

Die Faszination beschreibt Fernandez so: „Wenn man einmal nackt am Strand war, dann ist das ein Freiheitsgefühl, das habe ich mir vorher gar nicht vorstellen können“. Die Atmosphäre sei sehr entspannt und von Respekt geprägt. „Denen ist wirklich wurscht, wie sie aussehen.“

Laut Fernandez sind die meisten Naturisten sportbegeistert; Wanderungen seien aktuell besonders beliebt. Für den im Vorjahr eröffneten Nackt-Wanderweg am Rätzsee, den ersten seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern, sei der Zuspruch „ziemlich gut“, wie Betreiber Löser berichtet. Obwohl die Mehrheit der Besucher dort unbekleidet unterwegs sei, ist es selbstverständlich auch gestattet, den Weg bekleidet zu begehen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.