Ziergarten
Vermehrung:
Zweijährige wie Bartnelken und Muskatellersalbei werden jetzt auf ein etwas schattig liegendes Aussaatbeet gesät und leicht feucht gehalten.
Stauden nach der Blüte teilen und verpflanzen.
Stecklingsvermehrung gelingt gut bei Hortensien, Sommerflieder, Bartblume und den meisten Ziersträuchern. Ein ungedüngtes Torf-Sand-Gemisch regt Wurzelbildung an. Verdunstungsschutz - Folienhaube, Kunststofftüte - hilft, damit die Pflanzen nicht welken. Nach zwei bis vier Wochen sind die meisten Stecklinge bewurzelt, dann müssen sie durch Lüften vorsichtig an normales Klima gewöhnt werden. Stecklinge von Oleander, Rhododendron, Rosen und Magnolien brauchen ein Bewurzelungshormon.Pflege
Zwischen den Pflanzungen vorsichtig jäten. Offenen Boden zum Beispiel mit Rasenschnitt mulchen, neu einsäen mit Gründünger oder Zweijährigen oder wieder bepflanzen.
Bodenoberflächen verkrusten durch Witterungseinflüsse. Leichte Lockerung vermindert die Verdunstung und stört Unkräuter im Keimen. Kakaoschalenmulch soll gegen Schnecken helfen. Riecht gut und sieht genauso edel aus wie Pinienrinde.
Rhododendron, japanischer Ahorn und andere flach wurzelnde Gehölze vertragen Bodenbearbeitung in ihrem Wurzelbereich sehr schlecht. Werden ihre Wurzeln verletzt, können Welkepilze eindringen, die Pflanzen sterben ab. Besser mit Mulch arbeiten, um Verdunstung und Unkrautwachstum zu verhindern.
Wenn Sommerblumen im Wachstum stocken, kann es daran liegen, dass sie mit kaltem Wasser gegossen werden. Temperiertes Wasser aus der Regentonne schafft Abhilfe.
Stützen helfen hohen Stauden, nicht auseinanderzufallen. Kletterpflanzen wachsen oft bis in den Herbst, also Kletterhilfen geben.
Rosen, die verblüht sind, bis zum ersten intakten Auge oder großen Blatt zurückschneiden, sonst dauert es sehr lange, bis neue Knospen gebildet werden.
Ende des Monats stark wachsende sommergrüne Hecken schneiden. Auf Vogelnester achten. Nicht bei extremer Temperatur schneiden: an der Hecke kann es zu Sonnenbrandschäden kommen.
Schnell wirkenden Dünger einsetzen; keinen Langzeitdünger mehr, der bis in den Herbst hinein Nährstoffe abgibt. Die Pflanzen schließen sonst nicht rechtzeitig mit dem Wachstum ab und sind frostempfindlicher.Pflanzenschutz
Rhododendron auf den Befall mit Rhododendronzikade und Rhododendronnetzwanze untersuchen. Das Laub befallener Pflanzen hat helle Punkte oder ist fast weißlich. Zikaden springen und fliegen bei Berührung der Triebe auf. Wanzen sitzen unter den Blättern und hinterlassen dunkle Ausscheidungen. Ein sehr trockener Standort begünstigt Schädlingsbefall.
Gemüsegarten
Kultur
Aussaat ins Freiland von Salat, Spinat, Mangold, Radieschen, Rote Bete, Bohnen, Chinakohl. Nachsaaten verlängern die Ernteperioden. Selbst gezogene Jungpflanzen von Kohlrabi und Blumenkohl pflanzen.Pflege
Tomaten regelmäßig ausgeizen. Paprika, Chili, Auberginen, Tomaten vertragen kaltes Gießwasser nicht gut.Ernte
Salat, Radieschen, Rettich, Kohlrabi, erste Möhren und Zuckererbsen sind reif. Viele Kräuter können jetzt gesammelt und getrocknet werden.Pflanzenschutz
Schnecken absammeln und Kulturen mit Schneckenzaun schützen. Zur Pflanzenstärkung mit Mikroorganismen gießen
Läuse, Käfer und Raupen regelmäßig absammeln, mechanisch bekämpfen oder mit biologischen Spritzmitteln behandeln. Auch das Überspannen mit feinen Netzen verhindert den Befall.
Obstgarten
Vermehrung
Erdbeeren neu setzen, Ableger einpflanzen. Von Beerenobst können auch Stecklinge geschnitten werden.Pflege
Dichten Fruchtbehang an Pfirsich, Äpfeln und Birnen ausdünnen, stark behangene Äste stützen. Jungruten der Himbeeren anbinden. Sechs bis zehn neue Triebe pro Meter stehen lassen.
Kirschen nach der Ernte auslichten. Ende Juli bei Apfel und Birne mit dem Sommerschnitt beginnen.Pflanzenschutz
Raupen, Spinnmilben, Blutläuse, Blattläuse, Kirschfruchtfliege und Knospenwickler bekämpfen. Starker Lausbefall an Jungbäumen lässt das Wachstum stocken. Blasige, verfärbte Blätter an Apfeltrieben werden durch die Apfelfaltenlaus verursacht - an Jungbäumen die Blätter einfach abpflücken.
Blattfallkrankheit an den Johannisbeeren auf jeden Fall behandeln. Befallene Blätter absammeln. Pflanzenstärkungsstärkungsmittel zur Regeneration einsetzen.
Pilzbefall an Apfel- und Birnenblättern regelmäßig kontrollieren. Bei Schorf und Mehltaubefall im Vorjahr mit Pflanzenstärkungsmitteln behandeln. Mit Mehltau befallene Triebe unbedingt abschneiden.
