Eis für Hunde aus Leberwurst oder Rinderknochen wird zum Sommertrend. Doch Experten mahnen zur Vorsicht beim Verzehr.
Leberwurst-Eis für HundeImmer mehr Eisdielen bieten den kalten Snack an

Das Hundeeis werde zurzeit gut nachfragt, sagt die Betreiberfamilie des Eiscafés Rigoni.
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Wenn die Temperaturen steigen, bilden sich vor einem Eiscafé in Trier ungewöhnliche Warteschlangen – bestehend aus Hunden. Jelena Rigoni fertigt dort eine gefrorene Spezialität, die eigens für Vierbeiner konzipiert ist. „Da sind eingekochte Rindermarkknochen, Möhren, Zucchini und laktosefreier Joghurt drin“, erläutert die Herstellerin bei der Zubereitung.
Laut Rigoni vom Eiscafé Rigoni in Trier-Euren ist die Kreation besonders bei sommerlicher Witterung stark nachgefragt. Das Verhalten der Möpse Jamie und Luna, die ihre Portionen genüsslich verzehren, untermauert diese Aussage. Ihr Bruder Nicola Rigoni fügt hinzu, dass die Tiere etwa 20 Minuten benötigen, um die Becher zu leeren. „Dann können die Hundebesitzer auch in Ruhe selbst ihr Eis essen“, erklärt er.
Rezeptur ohne Zucker und Laktose
Die Idee für das spezielle Eis entstand aus der Beobachtung, dass Halter ihren Tieren gelegentlich Vanilleeis gaben, was Jelena Rigoni als nicht gesundheitsfördernd betrachtet. Als Hundehalterin entwickelte sie deshalb eine Rezeptur, die auf Zucker und Laktose verzichtet.

Das Hundeeis wird nur im Eiscafé verkauft.
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Dieses Konzept ist nicht neu. In Birkenfeld im Hunsrück verkauft Marco Vazzola in seinem Eiscafé Venezia schon seit 2014 eine gefrorene Leckerei für Hunde. Sein Sortiment umfasst die Geschmacksrichtungen Leberwurst, geräucherter Lachs und Emmentaler. „Leberwurst ist der Renner“, bestätigt der Inhaber. Über einen Vertriebspartner wird sein „Dog Gelato“ inzwischen bundesweit an Eiscafés geliefert.
Verband empfiehlt maßvollen Verzehr
Der Verband für das Deutsche Hundewesen in Dortmund äußert sich auf Anfrage positiv: „Hundeeis ist eine schöne Idee – auch wenn es für die Vierbeiner nicht zwingend notwendig ist“. Zwar könne es für manche Tiere eine willkommene Abwechslung sein, doch der Verband mahnt zur Mäßigung. Der Konsum von eiskalter Nahrung könne bei Hunden Verdauungsstörungen hervorrufen.

Das Eis wird ohne Zucker und ohne Laktose hergestellt.
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Fachgerecht produziertes Hundeeis sollte keine für die Tiere toxischen Inhaltsstoffe aufweisen. Dennoch gibt der Verband zu bedenken, dass auch bei unschädlichen Zutaten individuelle Unverträglichkeiten bei einzelnen Hunden nicht ausgeschlossen werden können.
Das Servieren von Eis für Hunde wird hauptsächlich als Geste der Wertschätzung für Kunden mit tierischer Begleitung interpretiert. Eine Sprecherin fasste zusammen: „Es ist eine nette Geste, die signalisiert, dass Hunde willkommen sind“. (dpa/red)
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