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Maltas Kulturerbe backenRezepte für das Unesco-Brot Ftira und Teigtaschen Pastizzi

5 min
Maltesische Pastizzi mit Ricotta

Sehen aus wie kleine Schiffchen: Die knusprigen Blätterteigtaschen heißen Pastizzi und sind das Nationalgericht von Malta. Sie werden wahlweise mit Ricotta, Erbsen-Curry oder dem maltesischen Gbejna-Käse (links im Bild) gefüllt.

Eine kulinarische Reise nach Malta: So gelingen die gefüllten Teigtaschen Pastizzi und das Kult-Brot Ftira zu Hause.

Urlaubsgefühl für Zuhause: So gelingen Maltas Kult-Snacks Pastizzi und Ftira. Lust auf eine kulinarische Reise? Mit diesen Rezepten für die gefüllten Teigtaschen Pastizzi und das Ringbrot Ftira holt ihr euch Malta nach Hause.

Obwohl Blätterteiggebäck weltweit in zahlreichen Gegenden verbreitet ist, stellt es auf Malta sowie der benachbarten Insel Gozo eine unverzichtbare Spezialität dar. Als Frühstück, Zwischenmahlzeit oder zur schnellen Energiezufuhr – Pastizzi, wie die Teigtaschen auf Maltesisch heißen, sind ein sehr populäres Streetfood, das in sogenannten Pastizzerien hergestellt wird. Die traditionellen Füllungen bestehen aus Ricotta oder einem Püree aus Erbsen.

«Der Teig ähnelt dem griechischen Filoteig, ist aber etwas knuspriger als deutscher Blätterteig», erläutert Eventkoch Yanick Schembri aus Birkirkara bei Valetta die Grundlage dieses Nationalgerichts. Zu einem Rezept der nationalen Ernährungsagentur «Malta Food» fügt Schembri zusätzliche Ratschläge hinzu.

Diese Zutaten braucht es für traditionelle maltesische Pastizzi

Für die Herstellung von 20 Gebäckstücken sind folgende Ingredienzien erforderlich:

Für den Teig:

Für die Margarine-Mischung zum Bestreichen:

Yanick Schembri merkt an, dass Personen, die die Teigzubereitung scheuen, für ein authentisches Pastizzi-Erlebnis alternativ fertigen Filo- oder Blätterteig verwenden können.

Zwei typische Füllungen – so werden sie gemacht

Ricotta-Grieß-Füllung:

Erbsenfüllung:

So wird alles zusammengesetzt

Die Herstellung des Teiges aus Mehl, Salz und Wasser geht zügig. «Aber danach muss er unbedingt 4 Stunden im Kühlschrank ruhen, erst dann kommt der Geschmack richtig raus», betont Yanick Schembri.

Anschließend wird die Teigmasse auf einer nur leicht bemehlten Unterlage mehrfach sehr dünn ausgerollt und gefaltet. Laut Yanick Schembri ist es dabei von Bedeutung, den Teig gründlich zu dehnen.

Im nächsten Schritt werden kleine, quadratische Stücke mit einer Kantenlänge von circa 13 Zentimetern aus dem Teig geschnitten. Diese werden anschließend mit einer der zuvor beschriebenen Füllungen versehen.

Die linken und rechten Ränder werden mit Wasser benetzt und die Teigstücke danach zu kleinen, schiffchenartigen Formen gefaltet.

Die geformten Taschen werden mit der erwärmten, flüssigen Margarinemischung eingepinselt und auf ein Backblech gelegt, das zuvor mit Backpapier bedeckt wurde.

Auf der mittleren Einschubleiste des Ofens backen die Gebäckstücke für ungefähr 15 Minuten, bis sie eine goldbraune Farbe annehmen. Dabei muss die Temperatur exakt 200 Grad betragen. Dies hat eine wichtige Ursache: «Ist sie niedriger, schmilzt die Butter und fließt heraus. Ist die Temperatur zu hoch, wird das Gebäck außen schwarz und die Füllung innen bleibt roh», führt Schembri aus.

Die Pastizzi werden warm serviert.

Das Kultbrot auf der Mittelmeerinsel: Maltesische Ftira

Ftira, das maltesische Ringbrot (ausgesprochen «ffff-teer-ah»), mag zunächst wie ein gewöhnliches Fladenbrot erscheinen. «Doch wenn man hineinbeißt, merkt man sofort den Unterschied: Es hat eine wunderbare knusprige Kruste», äußert sich Yanick Schembri zu dem Sauerteigbrot von der Größe eines Tellers, das durch ein charakteristisches Loch in seiner Mitte gekennzeichnet ist.

Auf Malta wird Ftira meist ähnlich einem Sandwich zubereitet. Auf der 19 Kilometer entfernten Nachbarinsel Gozo hingegen ähnelt die dort angebotene Variante mehr einer Pizza.

Die Malta Food Agency stellt nachfolgend eine Anleitung für eine Ftira-Variante vor, welche von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe erklärt wurde:

Zutaten für 2 Brote mit 30 cm Durchmesser

Außerdem:

So wird Ftira zubereitet

Zuerst 700 g Weizenmehl, 1 gestrichenen TL Trockenhefe und 1 1/2 TL Salz in einer Schüssel sorgfältig mischen. Beginnen Sie mit dem Kneten des Teiges und fügen Sie schrittweise 520 ml lauwarmes Wasser hinzu, bis die gewünschte Beschaffenheit erreicht ist.

Die Arbeitsunterlage wird mit 1 EL Mehl bestreut, der Teig darauf platziert und anschließend achtmal gefaltet.

Geben Sie 1 EL Öl in die Schüssel und verteilen Sie es gleichmäßig.

Legen Sie den Teig wieder in die Schüssel, decken Sie diese mit Frischhaltefolie zu und lassen Sie den Teig für 1 Stunde an einem warmen Platz ruhen.

Bestäuben Sie die Arbeitsfläche erneut mit 1 EL Mehl, legen Sie den Teig darauf und falten Sie ihn wiederum achtmal.

Der Teig kommt nun zurück in die Schüssel, wird erneut abgedeckt und muss für eine weitere Stunde an einem warmen Ort gehen.

Teilen Sie den Teig in zwei Hälften und formen Sie aus jeder Hälfte einen runden, flachen Laib, der in der Mitte ein Loch aufweist.

Legen Sie die Brotlaibe auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist. Bestäuben Sie sie mit etwas Mehl, bedecken Sie die Brote mit einem Tuch und lassen Sie sie für 20 Minuten ruhen.

Währenddessen heizen Sie den Backofen auf 220 Grad Umluft vor. Stellen Sie dabei eine Schale mit Wasser auf die unterste Schiene.

Schieben Sie die Ftiras in den Ofen und backen Sie diese für ungefähr 30 bis 35 Minuten.

Nehmen Sie die fertigen Brote aus dem Ofen und lassen Sie sie auf einem Gitterrost auskühlen.

Welcher Belag darf es sein?

Obwohl Ftira ursprünglich als Mahlzeit für einfache Leute galt, vermittelt der Belag laut Beschreibung der Tourismusbehörde ein Gefühl von Luxus. Klassischerweise wird das Brot mit Scheiben von Kartoffeln und Gbejna, einem kleinen, pikanten Käse aus Schafs- und Ziegenmilch, belegt. Aber auch Zutaten wie Sardellen, Oliven, Thunfisch, eine maltesische Wurst oder salzige Kapern finden häufig Verwendung.

Yanick Schembri nennt diverse zusätzliche Ingredienzien, mit denen eine Ftira belegt werden kann, darunter Ringe von Zwiebeln, gemischter Salat, Minze, Basilikum oder auch Bohnen. «Ganz typisch ist auch eine selbstgemachte Paste aus Tomatenmark, Oliven, Kapern, getrockneten Tomaten, Thymian und eingelegten Essigzwiebeln», so Schembri.

Unabhängig von der gewählten Variante sollte ein Belag für die Ftira stets eine salzige, säuerliche sowie herzhafte Note aufweisen, jedoch nicht übermäßig scharf sein, wie der Eventkoch resümiert. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.