Köln – Der Name lässt so gar nicht ein gemütliches Plätzchen erwarten. Tatsächlich ist "Kravalski" aber ein behagliches Restaurant in der Aachener Straße 20, das kürzlich eröffnet wurde. "Bei uns sollen die Gäste Upperclass-Gerichte in Wohnküchen-Atmosphäre genießen, wo auch Musik von ,The Clash' im Hintergrund läuft. Wir verbinden Noblesse mit Radau", sagt Manager Markus Massfeller.
In der Kravalski-Küche hat Martin Remmel das Sagen. Seine Spezialitäten sind ein Mix aus mediterraner und asiatischer Küche und Regionales aus der Saison. Zum Beispiel über Nacht im Vakuum gegarte Entenkeule auf Wirsing mit Waldpilz-Serviettenknödeln (19 Euro), gegrillte Dorade mit buntem Kürbisgemüse und Langustenravioli (19 Euro) oder mittags eine Steckrübensuppe für sechs Euro. "Alle Zutaten sind frisch geliefert", betont Remmel, der zuvor Chefkoch im "Reuters House" in Aachen war. "Wir schauen noch, was sich Gäste wünschen, und testen auch, wie ein Zwei-Gänge-Mittagsmenü läuft", sagt Remmel, der wie Massfeller und die beiden Inhaber Dennis Mulalic und Jessica Filbrand 30 Jahre alt ist. Viele Zutaten bezieht er noch aus seiner alten Heimat, Vanille etwa aus einem Kontor in Aachen. Der Kuchen dagegen stammt vom Café Sehnsucht in Ehrenfeld.
Zur Wohnküchen-Atmosphäre passt auch, dass die Weinflaschen auf Regalen über den Tischen stehen. Beim Kellnern müssen die Inhaber über die Köpfe der Gäste greifen. Der eigentliche Clou sind jedoch Waschbecken aus alten Bundeswehrbeständen, die an einer Wand mit Ziegelsteinen angebracht sind und als Weinkühler dienen. "Wenn die Kühler auf den Tischen stünden, hätten wir weniger Abstellfläche", erklärt Massfeller. Bequem machen können es sich die Gäste auf Retrosesseln und auf einem Baumstamm, eigenhändig von Mulalic abgesägt. Als Nächstes soll ein Raum in der unteren Etage hergerichtet werden, in dem kleinere Konzerte stattfinden können.
Und wie kam das Lokal zu seinem Namen? "Wir saßen im Sommer im Garten und haben über das Konzept gesprochen. Jessicas und Dennis kleine Tochter Carla hat dabei Radau gemacht", sagt Massfeller. "Ich kam auf den Spitznamen Carla Kravalski, nun heißt unser Restaurant eben Kravalski."
