München – Auf Weihnachtsmärkten gehört heißer Glühwein zum Standardrepertoire. Doch was genau die Marktbesucher dabei aus ihren Bechern schlürfen, geht aus den Etiketten der Glühweinflaschen oft kaum hervor, wie die Verbraucherzentrale Bayern kritisierte. Im Großraum München nahmen die Verbraucherschützer 22 Stichproben von Fertigglühwein aus Supermärkten, Discountern und Feinkostläden. Ihr Ergebnis: Außer Werbung auf der Verpackung erfährt der Käufer wenig über das darin enthaltene Produkt.
Auf den Etiketten lockten die Hersteller mit "erlesenen winterlichen Gewürzen", "altem Familienrezept" oder "französischem Qualitätswein", eine Zutatenliste sei dagegen fast nie zu finden, monieren die Verbraucherschützer. Meist sei nicht nachvollziehbar, ob es sich um Aromen oder echte Gewürze handelt, wie viel Zucker beigesetzt ist oder aus welchem Weinbaugebiet die Beeren stammen. Eigentlich sind Lebensmittelhersteller laut einer europaweit geltenden Verordnung verpflichtet, Angaben über die Zutaten zu machen - bei Alkoholika über 1,2 Volumenprozent macht die Verordnung jedoch eine Ausnahme. (dpa)
