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Lifestyle ModeDamit sich Mütze und Frisur vertragen

3 min

Da wir über den Kopf einen Großteil unserer Körperwärme verlieren, sind Mützen ein Muss im Winter. Sie halten nicht nur die Ohren warm, sondern dienen auch als Accessoire. Dieses entpuppt sich jedoch auch schnell zum Frisurenfeind, wenn einem – nach Abnahme – entweder die Haare zu Berge stehen oder sich die voluminöse Mähne in ein plattes Etwas verwandelt hat. Haare und Kopfbedeckung können sich aber auch vertragen – Tipps und Tricks zu Pflege, Styling und der Mützenauswahl helfen dabei. Ferhat Dagdelen, Inhaber des Salons „Der Friseur“ in der Kölner Bechergasse, steht als Schlichter und Experte zur Seite.

Mütze

Bei der Auswahl ist neben dem Material auch auf die Größe zu achten. Weite Mützen ohne Gummizüge oder einschneidende Nähte hinterlassen keine Dellen in der Frisur. Baumwolle ist der ideale Mützenstoff, denn er lässt mehr Sauerstoff ans Haar und schützt so vor starker Aufladung. Auf Kunststoff oder Kaschmir sollte man lieber verzichten. Wenn es nun doch gerade die Mütze sein soll, hilft ein Innenfutter aus Seide.

Pflege

Besonders im Winter benötigen Haare sehr viel Feuchtigkeit. Durch Heizungsluft und die Reibung an der Mütze, laden sie sich statisch auf und werden trocken und brüchig. Um dem Strubbel-Look vorzubeugen, empfiehlt Dagdelen, mit lauwarmem Wasser zu duschen, Shampoos mit viel Feuchtigkeitszusatz zu benutzen und alles gründlich auszuwaschen. Eine Spülung nach jedem Haarbad ist ein Muss und sollte vor allem in den Längen und Spitzen wirken. Durch das Haare waschen und shampoonieren wird die Schuppenschicht geöffnet. Diese wird bei jeder Anwendung von einer Spülung wieder geschlossen. Zusätzlich schützt zweimal pro Woche eine Haarmaske. Am besten ist, vor dem Föhnen ein Hitzespray aufzutragen, auf mittlerer Wärmestufe und Kopf über zu föhnen. So bekommt das Haar ein gesundes Volumen und hält dem Druck der Mütze besser stand. Tipp vom Experten: Antifrizz Produkte beruhigen die Haaroberfläche, weisen Luftfeuchtigkeit ab und meiden dadurch krauses Haar.

Styling

Zur täglichen Anwendung sollte sich in der Handtasche ein glättender Balsam für trockene Längen und Spitzen befinden, den man bei Bedarf wiederholt auftragen kann. Auch eine Frisiercreme sollte ein ständiger Begleiter im Mützen- Alltag sein. Die Creme versorgt das Haar mit Feuchtigkeit und neutralisiert die statische Aufladung ohne zu beschweren. Sobald die Mütze abgesetzt ist, sollten die Haare mit den Fingern nach oben geknetet und kurz durchgebürstet werden. Dabei empfiehlt der Kölner Friseur eine Naturholzbürste mit Wildschweinborsten, da ihre geraden Stifte die Haare nicht ausreißen. Zusätzlich kann man Trockenshampoos oder Ansatzsprays benutzen, um der plattgedrückten Frisur wieder Volumen zu verleihen.

Bei dem Frisieren sollte man generell auf Toupieren verzichten, wenn man Mützen tragen will. Das hinterlässt unschöne Dellen, die ohne ein Glätteisen kaum zu beseitigen sind. Bei langen Haaren sollte man die Spitzen nicht unter das wollige Accessoire packen und die Mütze an der Stirn beginnend aufsetzten, um eine Aufrauung der Schuppenschicht zu vermeiden.

Nach dem Abnehmen etwas Haarspray in die Hände geben und sanft ins Haar streichen, um alles zu festigen. Bei Kurzhaarschnitten ist es vor allem wichtig, Wachs statt Gel zu benutzen, da letzteres zusätzlich die Haare austrocknet. Neben den ganzen Sprays, Cremes und Ölen ist etwas ganz Simples zu empfehlen: Alles was Feuchtigkeit spendet!