Digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) sind immer noch die Königsklasse der Profi-Geräte: Wer wirklich anspruchsvoll fotografieren will, greift zu diesen Kameras. Das Prinzip ist das gleiche wie bei analogen Kameras: Das Licht fällt durchs Objektiv auf einen Spiegel im Gehäuse-Innern, von dort wandert es in den Sucher. Drückt der Fotograf auf den Auslöser, klappt der Spiegel hoch und das Licht fällt auf den Foto-Sensor. Und hier zählt die Größe: Je mehr Daten der Chip erfasst, desto mehr Bilddaten enthält das Bild. Ein Vollformatsensor etwa, wie er in der Canon EOS 5D Mark III bzw. in Nikons D4 verwendet wird, liefert über 22 Millionen Pixel pro Aufnahme, das Bild wird hochauflösend. Mehr Einzelheiten sind deutlich erkennbar, es gibt weniger Verzeichnungen und auch bei wenig Licht kann man immer noch fotografieren - oder filmen.
Bei Systemkameras kann der
Fotograg genau wie bei den DSLR hier nach Belieben die passenden Objektive an- oder abschrauben, vom Zoom mit verstellbarer Brennweite bis hin zu so genannten Festbrennweiten. Der große Unterschied: Bei den Systemkameras ist der Spiegel in der Kamera weggefallen. Der Bildausschnitt wird über einen so genannten Sucher wiedergegeben, der ans Objektiv gekoppelt ist. Dadurch wird die Kamera kleiner und leichter - bei der Sony Nex 5R sind die Objektive größer als das eigentliche Gehäuse. Weil dabei immer mehr hervorragende Objektive und Chips zur Verfügung stehen, liefert diese Geräteklasse Bilder, die durchaus die Qualität von DSLR erreichen.
Kompaktkameras, ganz gleich ob diesen Kameras das Etikett Zoom, Superzoom, Edelkompakt, Action oder schlicht Kompakt voransteht, haben alle eines gemeinsam: Das Objektiv lässt sich nicht austauschen. Dadurch wird eine Kombination aus der Lichtstärke und der Schärfe des Objektivs sowie der eingebaute Fotosensor zum entscheidenden Faktor für die anschließende Bildqualität. Wer nur ab und zu - ohne viel einstellen zu müssen - Bilder machen will, aber den Bildausschnitt beliebig steuern möchte, sollte hier zugreifen. (hau)