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PollenflugHilfe bei Heuschnupfen

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Tropfende Nase, tränende Augen: Für Allergiker haben Frühling und Sommer nicht nur schöne Seiten. Gerade Menschen mit einer Baum- und Gräserpollenallergie verkriechen sich in dieser Zeit häufig zu Hause, um dem lästigen Blütenstaub aus dem Weg zu gehen. Und Betroffene gibt es offenbar viele: Laut einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK) lebt in 42 Prozent der befragten Haushalte in Nordrhein-Westfalen mindestens ein Allergiker. 54 Prozent davon leiden unter einer Pollenallergie.

Eine Allergie ist aber nicht nur lästig. Sie kann sich ohne Behandlung auch verschlimmern. So können etwa weitere Pollenallergien hinzukommen, im schlimmsten Fall kann sich sogar ein allergisches Asthma entwickeln. Doch das Risiko, durch Allergien chronisch an den Atemwegen zu erkranken, wird laut der Studie unterschätzt. 38 Prozent der Allergiker in Nordrhein-Westfalen versuchen demnach ihre allergischen Symptome durch Selbstmedikation zu lindern. 35 Prozent unternehmen überhaupt nichts – und riskieren damit einen sogenannten allergischen Marsch, bei dem sich im Laufe des Lebens immer weitere Allergien entwickeln.

Allergie-Impfung

Stoppen kann eine solche Entwicklung eine Allergie-Impfung, auch bekannt als Hyposensibilisierung. Aus diesem Grund wird sie von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen. Dabei werden dem Körper über einen längeren Zeitraum genau definierte Dosen des allergieauslösenden Stoffes zugeführt – in Form von Tabletten, Spritzen oder Tropfen unter die Zunge. Das Immunsystem lernt, den entsprechenden Stoff zu tolerieren und nicht mehr allergisch zu reagieren. Mit der Behandlung kann in vielen Fällen auch noch während der Pollensaison begonnen werden.

Die Allergie-Impfung soll also nicht nur die Symptome lindern, sondern auch die Gefahr verringern, schwerwiegender zu erkranken. Genutzt wird sie laut der GfK-Untersuchung aber lediglich von der Minderzahl der Allergiker in Deutschland. (feo)