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Ratgeber WohnenWas tun bei Schäden am Haus?

2 min

Schäden am Mauerwerk

Geplatzte Wasserleitungen, Heizungsdefekte, Fassadenrisse oder eine durchnässte Wärmedämmung - kalte Temperaturen und schlechtes Wetter setzen häufig auch Gebäuden zu. Will man noch größere Schäden vermeiden, sind umgehende Reparaturen oder gar Modernisierungsmaßnahmen oft nicht zu vermeiden. Die regelmäßige Instandhaltung ist zudem wichtig, um den Versicherungsschutz nicht zu verlieren. Grobe Mängel, wie fehlende Dachziegel oder Schäden an wasserführenden Leitungen sollten daher am besten sofort repariert werden. Mit einer Instandhaltungsrücklage, zum Beispiel mittels Bausparvertrag, können kleine und auch große Sanierungsmaßnahmen finanziert werden.

Schon durch kleine Risse im Putz oder an den Dachaufbauten kann Feuchtigkeit in die Hauswand eindringen und Dämmstoffe oder Dachbalken durchweichen. Um Folgeschäden zu verhindern, sollten vor allem die typischen Schwachstellen an einem Haus überprüft werden. Wetteranfällige Stellen sind zum Beispiel der Sockelbereich, Fenster und Türen sowie der Schornstein. Begrenzt sich der Schaden auf kleinere Risse in der Fassade, genügt die Reparatur von eigener Hand. Bei sichtbaren Veränderungen an Fassade, Dach oder Wasserleitungen sind allerdings Spezialisten gefragt.

Außerdem kann es sinnvoll sein, größere Reparaturen mit einer energetischen Sanierung zu kombinieren. Auf diese Weise zahlt sich beispielsweise eine neue Wärmedämmung aus, anstatt nur behelfsmäßig an der Fassade zu spachteln. Auch ein defektes Heizungssystem kann größere Schäden nach sich ziehen.

Um hohe Kosten, zum Beispiel nach Unwetterschäden, nicht aus eigener Tasche zahlen zu müssen, sollten Immobilienbesitzer eine Gebäude- und Hausratversicherung abschließen sowie eine Elementarversicherung in Betracht ziehen. Während die Gebäudeversicherung Schäden am Haus selbst abdeckt, umfasst die Hausratversicherung alle Gegenstände, die sich im Haus befinden und nicht fest mit dem Gebäude verbunden sind. Dazu zählen Möbel und zum Beispiel die elektrischen Geräte. Zum Hausrat gehören aber auch am Gebäude befestigte Gegenstände, wie Antennen oder Markisen.

Gebäude regelmäßig warten lassen

Eine Elementarversicherung deckt zudem Schäden ab, die durch einen sogenannten Rückstau entstehen: Starker Regen kann das öffentliche Kanalsystem überfordern, so dass sich Wasser in den Leitungen bis ins Haus zurück aufstauen kann. Aber auch Verengungen in Regen- und Abwasserleitungen können dazu führen, dass plötzlich Wasser im Haus steht. Doch Vorsicht: Solche Versicherungen sind keine Sanierungsversicherungen, die die Kosten langjähriger Versäumnisse tragen. Das Gebäude muss dennoch regelmäßig gewartet werden.

Grundsätzlich ist es ratsam, dass Hauseigentümer eine Instandhaltungsrücklage ansparen, um damit spätere Modernisierungs-, Sanierungs- oder Reparaturarbeiten zu finanzieren. Zum Beispiel kann einfach monatlich ein Betrag auf ein extra Konto überwiesen werden oder auch mittels Bausparvertrag Rücklagen gebildet werden, die im Bedarfsfall, wie bei einer Krankenversicherung, bereitstehen. (feo)