Neueröffnung in KölnDas „Coq au Vin“ punktet mit moderner französischer Küche - und besonderer Optik

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Ein Hauch Südfrankreich in Köln: Dominik Uhink im „Coq au Vin“ in Mülheim.

Ein Hauch Südfrankreich in Köln: Dominik Uhink im „Coq au Vin“ in Mülheim.

Das neue Restaurant ist Teil des neuen Quartiers I/D Cologne im Mülheim. Ein besonderer Standort mit besonderem Konzept.

Wer die Türen des „Coq au Vin“ betritt, der ist erst einmal damit beschäftigt, die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Auf der linken Seite die spektakuläre Bar mit Wasserfall im Hintergrund, rechts die offene Küche. Im Zentrum des Restaurants tut sich ein weitläufiges Lavendelfeld auf, und dann ist da noch der hintere Bereich – der visuelle Höhepunkt. Von der Decke hängen dort bunte Regenschirme, die sowohl als Lampen fungieren, als auch eine Hommage an die französische Gemeinde Grasse im Hinterland der Côte d’Azur sind. Statt in Südfrankreich gibt es diese Eindrücke ab sofort in Mülheim im aktuell neu entstehenden Quartier I/D Cologne zu bewundern.

Die Bar mit echtem Wasserfall im Hintergrund.

Die Bar mit echtem Wasserfall im Hintergrund.

Doch nicht nur optisch ist das „Coq au Vin“ außergewöhnlich. Auch das Konzept sucht in Köln seinesgleichen. „Die französische Küche wird in Deutschland eher mit Eigenschaften wie steif oder hochpreisig assoziiert. Wir wollen das genaue Gegenteil“, sagt Inhaber Dominik Uhink. Jung und modern soll das Konzept sein, trotzdem aber authentisch Französisch. Zwei Wochen reiste Uhink mit seinem Geschäftspartner durch Frankreich und sammelte Eindrücke. Vom gehobenenen Restaurant bis zur Straßenbude, in Boulangerien, Galetterien, Brasserien oder bei Weinbauern.

Das Lavendel-Feld mit gemütlichen Sitzecken.

Das Lavendel-Feld mit gemütlichen Sitzecken.

„Coq au Vin“ in Köln: Das bunte Leben als Motto

Herzstück der Karte sind die verschiedenen Ragoûts, darunter das namensgebende Coq au Vin. Das 24 Stunden in Rotwein eingelegte Hühnchen serviert das Restaurant mit (nicht ganz so süßem) Rotkohl und Reis. Zehn kreativ belegte Flammkuchen stehen zur Wahl, von klassisch bis ausgefallen (mit Hummersauce, Rote-Bete- oder Paprika-Creme). Ebenfalls Teil des Angebots: verschiedene Galettes, die bretonische Variante des Crêpes, Suppen, Quiches, Salate, Desserts und verschiedene Vorspeisen-Platten zum Teilen. An der Bar rückt das „Coq au Vin“ vor allem französische Spirituosen in den Vordergrund. Neben Klassikern gibt es auch experimentellere Variationen, etwa Cocktails mit Lakritz-Geschmack. Alle Speisen sind hundert Prozent bio, auch vegetarische und vegane Optionen sind zahlreich vorhanden.

„La vie en coleurs“ - das bunte Leben also, hat sich das „Coq au Vin“ zum Motto gemacht, das sich sowohl im Interieur als auch in den Getränken und auf dem Teller widerspiegelt. Wobei Teller hier der falsche Ausdruck ist. Das Coq au Vin kommt auf einem Holzbrett, einer Spezialanfertigung an den Tisch, der Flammkuchen auf einer schicken Schiefertafel. „Ohne Farbe wird es schwierig, wenn man auf sich aufmerksam machen will“, sagt Uhink. Wiederkehrend sind vor allem die violetten Lavendel-Töne:  in den bunten Regenschirmen, den Stühlen, an der Bar und natürlich im Lavendel-Feld, in dem in kleinen Nischen gemütliche Sitzecken eingerichtet sind. Französischer Pop, Hip-Hop und R’n’B aus den Boxen rundet das Konzept auch musikalisch ab.

Neueröffnung in Köln: Erfahrung bei „Vapiano“ gesammelt

Inhaber Uhink kommt ursprünglich aus Bonn, lebt aber seit mittlerweile zwölf Jahren in Köln. In beiden Städten hat er bei der italienischen Restaurant-Kette „Vapiano“ Erfahrung gesammelt: als Teamleiter, Schichtleiter und später als Leiter mehrerer Kölner Standorte. Während Corona reifte der Wunsch nach einem eigenen Projekt.

Das namensgebende Coq au vin.

Das namensgebende Coq au vin.

Besonders bei diesem neuen Projekt ist auch der Standort im neuen Quartier I/D Cologne. Laufkundschaft gibt es hier kaum. Gewerbeflächen dagegen reichlich. Die Menschen in den Büros sind einer der großen Zielgruppen. Die andere kommt ins Quartier für den Konzertbesuch. Palladium, E-Werk und Carlswerk sind fußläufig erreichbar. „Wir haben hier ein wunderschönes Quartier, an dem sich noch viel entwickeln wird“, findet Uhink. Und dann gibt es die dritte große Zielgruppe, die früher oder später von ganz alleine den Weg ins „Coq au Vin“ finden werden: die Influencer. Auf der Suche nach farbenfrohen Foto-Kulissen ist die Mülheimer Neueröffnung ein wahres Paradies.

Der Himmel voller Regenschirme: Der große Gastraum wird viele Influencer anlocken.

Der Himmel voller Regenschirme: Der große Gastraum wird viele Influencer anlocken.

Sogar die Sanitäranlagen werden sicherlich bald zur gefragten Foto-Kulisse. Hingucker ist dort das große Waschbecken in Brunnen-Optik. Dahinter sind die Unisex-Toiletten eingerichtet. Mit der Zeit geht das „Coq au Vin“ auch am Tisch. Bestellt wird per QR-Code übers Smartphone, geplant ist eine eigene App, mit der etwa die Büro-Angestellten von nebenan vorbestellen können. 

„COQ AU VIN“, Peter-Huppertz-Straße 11 (Mülheim), geöffnet So bis Do 11 – 23 Uhr, Fr u. Sa 11 – 1 Uhr. www.coqauvin-restaurant.deZur Instagram-Seite.


Aus der Karte

Acht verschiedene Flammkuchen stehen auf der Karte des „Coq au vin“.

Acht verschiedene Flammkuchen stehen auf der Karte des „Coq au vin“.

Premium Ragoût Coq au Vin mit zwei Beilagen nach Wahl: 24,90 Euro;Tarte flambée Toulouse mit Crème fraîche, Bacon, Birne, Roquefort-Käse, mariniertem Wildkräutersalat: 16,90 Euro;Galette Bretagne mit drei Käse-Sorten, pochiertem Ei, Heublumen-Schinken, Blattspinat, Champignons und Paprika-Chili-Mayonnaise: 14,90 Euro.

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