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„Ich war ein Idiot“Umstrittener Noma-Chef Redzepi kehrt in neuer Rolle zurück

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Spitzenkoch Rene Redzepi

René Redzepi kehrt nach seinem Rücktritt als Küchenchef in einer neuen Rolle in das dänische Spitzenrestaurant Noma zurück. (Archivbild)

Nach schweren Vorwürfen kehrt Star-Koch René Redzepi ins Noma zurück – aber nicht mehr als Küchenchef.

Noma: René Redzepi nach Vorwürfen mit neuer Aufgabe zurück im Spitzenrestaurant. Nach seinem Rückzug als Küchenchef infolge von Anschuldigungen übernimmt René Redzepi eine neue Position im Noma. Er wird nicht mehr die Küche leiten.

René Redzepi wird nach seinem Ausscheiden als Küchenchef im März eine neue Rolle im dänischen Gourmettempel Noma einnehmen. Laut einem Bericht der dänischen Zeitung „Børsen“ wird Redzepi bei der Wiedereröffnung des Lokals in Kopenhagen im August zum Kreativ-Direktor ernannt. Zudem wurde mitgeteilt, dass er seine Anteilsmehrheit an der Firma behält.

Sein Rückzug im März erfolgte, nachdem in der „New York Times“ Dutzende frühere Angestellte dem Chefkoch körperliche und seelische Misshandlungen zur Last gelegt hatten. Ihm wird vorgeworfen, im Zeitraum von 2009 bis 2017 Personal geschlagen, mit Arbeitsgeräten verletzt und gegen Mauern gestoßen zu haben.

Redzepi weist gravierendste Anschuldigungen zurück

Laut Medienberichten streitet Redzepi die gravierendsten Beschuldigungen ab. Gegenüber der Zeitung „Berlingske“ äußerte er sich in einem Gespräch wie folgt: „Ich weiß, dass ich ein Idiot war, habe Leute herumgeschubst, habe gerufen und geschrien, aber ich habe keine extremen Dinge getan“. Weiterhin ergänzte er: „Aber mir ist bewusst, dass manche es so erlebt haben müssen.“

Ein früherer Koch beschrieb der „New York Times“ eine Situation, in der Redzepi in Zorn geraten sei, da in der Küche Techno-Musik lief. Infolgedessen mussten rund 40 Angestellte im Freien einen Kreis um zwei Kollegen formieren. Einer der beiden sei von Redzepi in die Rippen gestoßen worden mit der Aufforderung, dass niemand das Gebäude wieder betreten dürfe, bevor einer von ihnen öffentlich erklärt habe, DJs oral zu befriedigen.

Einschüchterungen und Erniedrigungen von Personal

Im Ganzen berichteten 35 frühere Angestellte der „New York Times“ über Vorkommnisse mit Redzepi sowie weiteren Vorgesetzten. Der Chefkoch habe dem Personal außerdem angedroht, seine Beziehungen einzusetzen, um sie weltweit in Gastronomiebetrieben auf eine schwarze Liste zu bringen, ihre Angehörigen des Landes verweisen zu lassen oder die Kündigung ihrer Partner bei deren Arbeitgebern zu erwirken.

Die Kritik an Redzepi wurde nicht zum ersten Mal publik. Schon im Jahr 2015 räumte der Küchenchef ein, sich in der Küche wie ein „Ungeheuer“ aufgeführt und sein Personal schikaniert zu haben.

Kopenhagener Sternerestaurant Noma

Das Noma öffnet im August mit neuer Doppelspitze in der Küche. (Archivbild)

Neue Doppelspitze für das Sterne-Lokal

Die Wiedereröffnung des Kopenhagener Lokals am 5. August erfolgt unter einer neuen zweiköpfigen Küchenleitung. Laut „Børsen“ übernehmen der Mexikaner Pablo Soto und die Dänin Mette Søberg als neue Chefköche im Noma. Die Position der Geschäftsführerin besetzt künftig Annika de Las Herras.

Gegenüber „Børsen“ führte sie aus, dass René Redzepi in seiner Rolle als Inhaber auch zukünftig die „kreative Vision“ definieren und dem neuen Führungsteam beratend zur Verfügung stehen werde. De Las Herras betonte gegenüber der Zeitung: „Aber er ist nicht derjenige, der hier das Sagen hat“.

Das Noma gilt als eines der weltweit führenden Restaurants und etablierte Kopenhagen als Reiseziel für die nordische Kulinarik. Die Gründung erfolgte im Jahr 2003; mittlerweile ist das Lokal mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.