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SommertourZwischen Basalthügeln und Siebengebirge

2 min

Wunderschöne Ausblicke gibt es bei der Sommertour auf dem Bergischen Weg.

„Drei Dinge gehören in den Rucksack“, findet Manuel Andrack: „Etwas zu trinken, eine Notration Essen und eine Zeitung.“ Die schönsten Wanderwege in Nordrhein-Westfalen hat der Wanderexperte jetzt für ein neues Buch unter die Wanderschuhsohlen genommen, vorgestellt hat er seine Prädikats-Auswahl an zertifizierten Wanderwegen auf der zwölften Etappe des „Bergischen Weges“, der zwischen Stadt Blankenberg an der Sieg und Oberpleis am Fuße des Siebengebirges ein Stück weit parallel zum Natursteig Sieg verläuft.

Gleich zu Beginn der Etappe geht’s kräftig bergauf: aus dem Siegtal hinauf auf den Felssporn, auf dem die Grafen von Sayn um das Jahr 1180 eine Burg auf dem „blanken Berge“ errichteten.

In „Die schönsten Wanderwege in Nordrhein-Westfalen“ (li.) empfiehlt Manuel Andrack auch den „Bergischen Weg“. Wer die 13 Etappen von Essen nach Königswinter erkunden will, für den gibt’s das offizielle Buch zum Weg (re.). Die Bücher (je 192 Seiten, Bachem-Verlag, 14,95 Euro) sind im Rundschau-Shop erhältlich: www.rundschau-online.de/shop; Tel. 0221/567 99 307.

„Der Ausblick von hier oben entschädigt doch für alles“, sagt Andrack, als wir von einem Plateau hinter der Burg hinunter ins Tal mit der mäandrierenden Sieg schauen. Die nächsten Schritte führen mitten hinein ins Mittelalter: In den kleinen Gässchen von Stadt Blankenberg, das heute zu Hennef gehört und den Stadt-Titel ehrenhalber trägt, scheint die Zeit stehen geblieben. An der südlichen Stadtmauer wächst sogar wieder Wein, wie zu den Zeiten der Grafen von Sayn.

Ein echtes Naturparadies ist das Ahrenbachtal, durch das wir weiter Richtung Uckerath wandern. Streuobstwiesen säumen den Weg und offene Höhen geben immer wieder den Blick aufs Siebengebirge frei, bevor wir hinter Wellesberg altes Bergbauterrain erreichen. In Bennerscheid lohnt ein Abstecher auf der Vorfahrtstraße nach links: Nach wenigen Metern stehen wir vor dem „Waldschloss Neuglück“. Das ursprünglich dem Steiger der nahen Grube Altglück gehörende Wohnhaus ließ sich Gräfin Elinor de Milhau Ende des 19. Jahrhunderts in fantasievoller Fachwerkarchitektur zum Landhaus ausbauen.

Zurück auf dem Bergischen Weg stoßen wir im Wald auf alte Bergbauhalden und hinter Willmeroth auf Basalthügel bis zum Horizont. Seit über hundert Jahren wird hier bereits Basalt für Pflastersteine, Uferbefestigungen, Schotter und Splitt abgebaut. Ein guter Teil des Hühnerbergs ist seitdem bereits zerkleinert worden.

Nun geht’s hinab ins Pleiser Ländchen, genauer nach Oberpleis mit seiner einst zum Kloster auf dem Siegburger Michaelsberg gehörenden Propstei. Und mit mehreren Einkehrmöglichkeiten. „Die gehören auch zu einer Wanderung irgendwie dazu“, ist nicht nur Manuel Andrack überzeugt . . .