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Spätsommerkino Dokumentarfilmtag und die Afrika Filmtage Köln

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Anemio wird im Alltag mit geschlechtsspezifischen Erwartungen konfrontiert. Still aus dem Kurzfilm "Anemone".

Köln – Der Sommer meldet sich zurück. Nun ist wieder ideales Wetter für einen gemütlichen Kinoabend im Freien. In der Domstadt finden gerade kleine Filmfestivals und Kulturprojekte statt, die ein vielfältiges Programm anbieten. Die Rundschau-Redaktion hat fünf Empfehlungen für Sie zusammengestellt.

„Lord oft he Toys“ auf dem Ebertplatz

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Max' Leben findet vor der Kamera statt.

Im Rahmen des deutschlandweiten Dokumentarfilmtags, genannt LETsDOK, wird am Samstagabend „Lord oft he Toys“ auf dem Ebertplatz gezeigt.

Der zwanzigjährige Max „Adlersson“ Herzberg aus Dresden ist Youtuber und lebt davon. Hunderttausende Abonnenten schauen sich seine Videos an. Mit seinen Kumpels pöbelt er in der Öffentlichkeit herum, immer auf der Suche nach „content“. Ist Max ein gewaltverherrlichender Influencer mit rechten Tendenzen oder ein gewöhnlicher junger Mann auf der Suche nach Halt und Identität, in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Privatleben und Öffentlichkeit verschwimmen?
Ausgezeichnet mit der Goldenen Taube für den besten deutschen Dokumentarfilm bei der DokLeipzig 2018.

Wichtig: Köpfhörer und aufgeladenes Smartphone mitbringen, da der Sound der Filme über eine App auf das Smartphone übertragen wird.

Eintritt frei, Reservierungen unter agdok_west@gmx.de.

Weitere Informationen: www.unser-ebertplatz.koeln/events/letsdok-2020/

Wann? Samstag, 19. September 2020, 19.30 Uhr
Wo? Ebertplatz, 50668 Köln

Afrika Filmtage Köln

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"Entitled" ist ein Kurzfilm über die Bewahrung traditioneller Bräuche von Immigrant*innen aus dem Blick einer Nigerianerin in London.

Vom 17. bis zum 24. September 2020 finden die Afrika Filmtage als Miniaturausgabe des Afrika Filmfestivals Köln statt. 20 statt 80 Filme, drei statt 30 internationale Gäste, 60 statt 260 nutzbare Kinositze, maximal drei Vorführungen täglich mit zeitlichem Abstand, Online-Tickets statt Abendkasse, eingeschränktes Zusatzprogramm und keine Festivalparty. Kurz gesagt: kaum Möglichkeiten zum persönlichen Dialog zwischen Publikum, afrikanischen Gästen und untereinander.
Doch trotz aller Einschränkungen lohnt es sich, das cineastische Angebot aus Afrika anzuschauen:

Zum Programm der Filmtage gehören Kölner Erstaufführungen preisgekrönter
Spiel- und Dokumentarfilme und damit auch einige Highlights aus dem geplanten Programm des 18. Afrika Filmfestivals Köln. 

Zum Beispiel der Spielfilm „Adam“ von der marokkanischen Filmemacherin Maryam Touzani über eine junge Frau, die von der Gesellschaft verurteilt wird, weil sie unverheiratet schwanger ist. Oder das kenianische Drama „Lusala“ um einen jungen, traumatisierten Mann, der von den Geistern seiner Vergangenheit heimgesucht wird. Außerdem wird ein vielseitiges Kurzfilmprogramm gezeigt.

Das gesamte Programm finden Sie hier: www.afrikafilmfestivalkoeln.de

Wann? Donnerstag, 17. September bis Donnerstag, 24. September 2020.
Wo? Filmforum Museum Ludwig, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln

Antirassistisches Sommerkino

Das Kurzfilmprogramm versammelt künstlerische Perspektiven auf den strukturellen Rassismus in Deutschland. Eine Veranstaltung der Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW und des Filmhaus Köln in Kooperation mit dem Filmkunstkino Filmpalette. Unterstützt von Dokomotive Plattform e.V. und Initiative „Keupstraße ist überall“.

Programm:

Eine Kneipe auf Malle
Deutschkand 2017, 15 Minuten

Wo geht es zur Halitstraße?
Deutschland 2017, 2 Min.

This Makes Me Want to Predict the Past
Deutschland 2019, 16 Minuten

Weil ich nun mal hier lebe
Deutschland 2017, 1 Minute

Tiefenschärfe
Deutschland 2017, 14:30 Minuten

Filmgespräch mit Regisseur Marian Mayland im Anschluss.
Eintritt: 7 Euro. Die Einnahmen werden der „Initiative 19. Februar Hanau“ gespendet.
Kartenbuchung auf: www.booking.cinetixx.de/

Wann? Sonntag, 20. September 2020, 17 Uhr bis 19 Uhr
Wo? Filmpalette Köln, Lübecker Str. 15, 50668 Köln

Open Air Kino: „Vom Gießen des Zitronenbaums“

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Elia Suleiman flaniert durch die Welt.

Der palästinensische Künstler Elia möchte seine Heimat Nazareth verlassen, um ein besseres Leben zu führen. Was für ihn das Fass zum Überlaufen bringt: Seine Nachbarn bedienen sich schon wieder an seinem Zitronenbaum. Auf der Suche nach einem neuen Zuhause bereist er die Länder, deren Rechtssysteme einigermaßen funktionieren, in denen die Kunst frei ist und es öffentliche Parks gibt – in denen niemand Zitronen klauen muss.
Doch in Paris und New York begegnet er aggressiven Parkbesuchern, bewaffneten Spaziergängern und gerät in die absurdesten Situationen. Wo auch immer er gerade durch die Welt flaniert, stets erinnert ihn irgendetwas an Palästina: die Polizei, die Grenzkontrollen, der Rassismus. Vielleicht gibt es diesen friedlichen Ort, den er sucht, überhaupt nicht.

Länge: 102 Minuten, FSK: 0, Regie: Elia Suleiman
Produktion: Frankreich/Katar/Deutschland/Kanada/Türkei/Palästina 2019

Weitere Informationen und Tickets (19 Euro je Zweierplatz): www.sion-sommerkino.ticket.io

Wann? Mittwoch, 23. September 2020, Einlass ab 19 Uhr, Filmbeginn circa 20.15 Uhr
Wo? Open Air Kino Köln, Harry-Blum-Platz 1, 50678 Köln
 

„Guerilla Kino" Open Air

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Am Samstag geht es wieder los: Das Projekt Guerilla Kino zeigt Indiefilme.

Corona-konform und an der frischen Luft findet am Samstagabend das „Guerilla Kino“-Event statt. Gezeigt werden zwei Filme mit einer kurzen Pause. Wie immer handelt es sich dabei um Perlen des Indiekinos. Das Projekt dient dazu, mit mobilem Kino alte Plätze zu bespielen, damit auf ihre Geschichte aufmerksam zu machen und sie als Kulturorte wiederzubeleben. Nach den Filmvorstellungen steht der Austausch im Vordergrund.

Eintrittskarten kosten je 5 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr.
Weitere Informationen und Livestream: www.guerillakino.de

Wann? Samstag, 19. September 2020, 19.30 Uhr. Einlass ab 19 Uhr.
Wo? Stadtwaldholz, Koblenzer Straße 15, 50968 Köln