Berlin – Die Frage zu botanischen Details ist schnell beantwortet: Lateinisch heißt die Staude Asparagus. Etwa sechs bis acht Jahre lang ist die Ernte möglich. Für die helle Farbe ist das Wachstum in Dunkelheit in der Erde verantwortlich. Acht weitere Fragen zum Thema:
Was zeichnet einen guten Spargelstecher aus?
Ernst-August Winkelmann, Geschäftsführer des Beelitzer Spargelhofes Buschmann und Winkelmann: „Er muss behutsam und sensibel sein und die Stangen förmlich erahnen. Erst legt er vorsichtig den Kopf frei und sticht dann die Stange heraus. Wer blind mit dem Messer in der Erde herumfuchtelt, zerstört nur. Ein guter Erntehelfer schafft etwa 100 Kilogramm am Tag.“
Wie bereitet ein Profi Spargel zu?
Matthias Kleber, Trainer der deutschen Kochnationalmannschaft und Küchenchef im Resort Mark Brandenburg in Neuruppin: „Der Spargel muss in Salzwasser exakt zwölf Minuten kochen. In einen Liter Wasser gehören genau sechs Gramm Salz.“
Was unterscheidet grünen und weißen Spargel?
Manfred Schmidt, Vorsitzender des Beelitzer Spargelvereins: „Der grüne wächst im Gegensatz zum weißen oberirdisch. Er hat mehr Chlorophyll - deshalb die Farbe. In den USA, England und Frankreich ist vor allem grüner Spargel beliebt, in Deutschland die weiße Variante.“
Warum wird Spargel immer noch per Hand und nicht mit der Maschine geerntet?
Ernst-August Winkelmann: „Eine Maschine geht mit Messern unten durch den Erdwall. Aus dem Sand müssten die Stangen herausgesiebt werden. Nur 20 Prozent wären zu verwenden. Ich habe seit einigen Jahren zwei Maschinen - die ruhen sich aber aus.“
Wie viel Kilogramm verspeist jeder Deutsche um Jahr?
Laut Statistischem Bundesamt verzehrt jeder Deutsche 1,5 Kilogramm Spargel in der Saison. (Angaben von 2012/2013)
Warum endet eigentlich am 24. Juni zu Johannis die Ernte?
Manfred Schmidt: „Die Pflanzen brauchen ausreichend Zeit zur Erholung. Im Juni schießt das Kraut bis zu 1,50 Meter hoch. Nährstoffe werden gesammelt und an die Wurzeln abgegeben. Das ist die Energie, aus der in der nächsten Saison wieder Stangen entstehen.“
Woher stammt der Spargel eigentlich?
Spargel war schon in der Antike bekannt. Ägypter, Griechen und Römer bauten ihn an.
Was steckt im Spargel?
Das Gemüse ist gesund und besteht zu mehr als 90 Prozent aus Wasser, hat nur etwa 150 Kilokalorien je Kilogramm. Dazu enthält es viele Vitamine und ist stark entwässernd. Gifte und Schlackenstoffe werden ausgeschieden.
