Farbenfroh, äußerst elegant und trotzdem anspruchslos: Die Taglilie (Hemerocallis hybr.) ist ein Star im Staudenbeet. Und wie es sich für eine richtige Diva gehört, zeigt sie sich stets nur sehr kurz: Auf ihr Erscheinen muss man lange warten und auf feste Termine lässt sie sich nicht ein. Nur einen einzigen Tag ist jede Blüte geöffnet. Die Freude an der Staude währt trotzdem lang - während sich die eine Blüte divenhaft verabschiedet, stehen die nächsten schon bereit.
Für eine besonders lange Blütezeit rät der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin, frühe und späte Sorten der Taglilien zu kombinieren. So könne man sich bis zu vier Monate lang - von Mai bis September - am Blütenmeer erfreuen.
Dafür dass sie sich lange bitten lassen und nur eine kurze Blütezeit erleben, sind die Pflanzen nicht besonders anpruchsvoll. Viel Hege und Pflege brauchen die prächtigen Stauden nicht: im Frühjahr etwas Dünger, bei Trockenheit etwas Wasser. Auch sind sie nicht von der Sonne abhängig. Selbst mit schattigen Standorten kommen sie gut klar. Allerdings weist der BDG darauf hin, dass die schmucke Pflanze an einem sonnigen Platz sehr viel mehr Blüten ausbildet. Taglilienblüten sind übrigens nicht nur hübsch, sondern auch lecker. Ihre essbaren Blüten haben einen nussigen Geschmack. (dpa)
