Wer sich für Wohneigentum entscheidet, weiß, dass die Immobilie zu Beginn des Rentenalters möglichst abbezahlt sein sollte. Doch das ist nur die finanzielle Seite der Lebensplanung. Mindestens genauso wichtig ist es, Haus oder Wohnung so zu gestalten, dass man auch dann noch zurechtkommt, wenn man gesundheitlich beeinträchtigt ist.
Stufen vor dem Hauseingang, ein hoher Einstieg in Badewanne oder Dusche und Schwellen an Balkon- und Terrassentüren sind die klassischen Barrieren. Diese und andere Hürden, wie sie sich zum Beispiel für Sehbehinderte oder Parkinson-Kranke ergeben, lassen sich vermeiden - oftmals mit geringem Aufwand.
Muss ein Rollstuhlfahrer im Haus zurechtkommen, ergibt sich allerdings noch eine andere Anforderung - es wird insgesamt mehr Platz benötigt. Passt der Rollstuhl durch die Türen? Reicht die Fläche in den Räumen zum Rangieren? Sind zwischen den einzelnen Zimmern Türschwellen zu überwinden? Da liegt der Gedanke nahe, Haus oder Wohnung so anzupassen, dass man sich auch dann noch wohlfühlt, wenn man mit gesundheitlichen Einschränkungen leben muss. Wer schon länger in eigenem Haus oder in der eigenen Wohnung lebt und zum Beispiel das Bad modernisieren will, sollte bei den Umbaumaßnahmen gleich auf Barrierefreiheit achten. Das gilt auch im Falle einer Behinderung, so soll die Wohn- und Lebensqualität auch hier weitgehend erhalten bleiben. Die Umgestaltung des Badezimmers, der Einbau eines Treppenliftes, die Schaffung von Bewegungsflächen für den Rollstuhl, wie barrierefreie Zugänge und breitere Türöffnungen, sowie entsprechende Sanitäranlagen können dazu beitragen.
Wer einen Umbau plant, sollte einen Architekten zurate ziehen. Bei der Finanzierung können zum Beispiel die Bausparkassen helfen. Zur Finanzierung bieten sich verschiedene Möglichkeiten an: ein Kredit oder ein Bausparvertrag. Lebt im Haushalt eine Person mit einer Pflegestufe, so kann die Pflegekasse auf Antrag auch einen Zuschuss zahlen. (feo)
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Steffi Bauch ist Finanzierungs-expertin vom Verband der Privaten Bausparkassen.
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