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Wie schütze ich mein Kind vor Drogen-Missbrauch?

Cannabis - auch unter den Namen Gras, Marihuana oder Haschisch bekannt - ist die illegale Droge, die in Deutschland am häufigsten konsumiert wird. Etwa jeder vierte Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren und beinahe jeder zweite junge Erwachsene hat Erfahrungen mit Cannabis. Am häufigsten wird es in Form von Joints oder in der Wasserpfeife geraucht. Cannabisprodukte werden mitunter auch in Tee aufgelöst oder in Kekse eingebacken. Was vielen dabei nicht bewusst ist: Aufgrund neuer Züchtungen hat es heute eine deutlich höhere Konzentration als früher.

Und häufig unterschätzen die Jugendlichen die gesundheitlichen Risiken. Denn wer immer öfter versucht, schwierige Alltagssituationen durch Kiffen auszublenden, kann eine psychische Abhängigkeit entwickeln. Außerdem warnen Ärzte vor der Gefahr psychischer Erkrankungen. Auch aktuelle wissenschaftliche Studien weisen auf ein Psychose-Risiko beim regelmäßigen Gebrauch hin. Wahrscheinlich ist Cannabis nicht die alleinige Ursache für Psychosen, zu denen auch die Schizophrenie gehört. Aber der Cannabis-Gebrauch kann im Zusammenspiel mit anderen Faktoren, zum Beispiel erblichen Veranlagungen, dazu führen, dass die Schwelle zur Psychose überschritten wird.

Neben Cannabis werden oft auch die hoch gefährlichen Amphetamine, auch als Speed oder Pepp bekannt, auf dem illegalen Drogenmarkt angeboten. Besonders besorgniserregend ist hier die Entwicklung einer Untergruppe: des Methamphetamins, in der Szene auch als Crystal oder Crystal Meth bezeichnet. Laut Drogenbericht der Bundesregierung stieg die Rate der Erstkonsumenten im vergangenen Jahr um 164 Prozent. Crystal hat nicht nur ein immenses Suchtpotenzial, es gilt auch als eine der aggressivsten Drogen, die es gibt. Schon geringer Konsum hat extreme psychische und physische Folgen. Amphetamine simulieren dem Körper eine enorme Stresssituation. Dadurch kommt es zur erhöhten Leitungsfähigkeit. Aktuelle, nicht überlebensnotwendige körperliche Bedürfnisse wie Schmerzen, Hunger oder Müdigkeit werden ausgeschaltet. Das Selbstbewusstsein wächst, die Aggressionsschwelle sinkt. Dieser Zustand hält aber nicht nur - wie bei Stresssituationen - ein paar Minuten, sondern Stunden und, insbesondere bei Crystal Meth, mitunter Tage - mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für die Konsumenten.

Auch wenn es der Name vielleicht vermuten lässt, auch die sogenannten Legal-High-Produkte sind keineswegs ungefährlich. Sie werden unter anderem als Kräutermischungen oder Badesalze angeboten und enthalten berauschende Inhaltsstoffe, die nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen - und dürfen demnach verkauft werden. Die psychischen und physischen Folgen des Konsums aber sind nicht abschätzbar. (EB)