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Welttag gegen Gewalt an FrauenVergewaltigung als Kriegsmittel

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Dass Frauen und Männer in der Realität nicht die gleichen, unteilbaren Rechte haben, weiß spätestens, wer darüber mit Mojdeh Noorzad spricht.

Die Koordinatorin der "Terre des Femmes"-Städtegruppe Köln zählt Menschenrechtsverletzungen auf wie andere das Einmaleins: "54 Prozent der Kinder, die keine Schule besuchen, sind Mädchen. In der Bevölkerungsstatistik fehlen 60 Millionen Mädchen, weil sie gezielt abgetrieben, ermordet oder vernachlässigt wurden. Völkerrechtlich verbindliche Regeln hin oder her: Systematische Vergewaltigungen als Kriegsmittel stehen auf der Tagesordnung." Die Ursachen für Missachtung der Frauenrechte? Wieder zählt Noorzad auf: Armut. Mangelnde Bildung. Werte- und Rollenmuster patriarchalisch geprägter Gesellschaften. "Im Iran, Irak, in Somalia, vor allem dort, wo Fundamentalisten an der Macht sind, werden Frauen am elementarsten in ihren Rechten verletzt", sagt Noorzad. Und sie zählt auf: Säureattacken. Steinigungen. Gewalt im Namen der Ehre. Zwangsheiraten. . . Eines noch habe sie in der Auflistung der Ursachen vergessen: "Das Desinteresse von Menschen, denen es gutgeht." (cro)