ADAC und Jagdverband warnenAngefahrene Wildtiere nach Unfällen nie mitnehmen

Ein toter Hirsch liegt auf den Vordersitzen eines Fahrzeugs in Kössen (Tirol). Das Tier war auf die Fahrbahn gelaufen und hatte die Windschutzscheibe durchschlagen.
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Autofahrer sollten nach einem Wildunfall nie die angefahrenen Tiere mitnehmen. Sie könnten sich der Wilderei schuldig machen - und ohne Handschuhe sollten sie ein totes Tier wegen der Infektionsgefahr gar nicht erst anfassen. Darauf weisen der ADAC und der Deutsche Jagdverband (DJV) hin, die gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) eine neue Broschüre zum Thema erarbeitet haben.
Die größte Gefahr droht in der Dämmerung
Auch zu nach dem Unfall lebenden Tieren sollten Fahrer zur Sicherheit Abstand halten und verletzten, flüchtenden Tieren nicht folgen. Sie sollten sich aber die Richtung merken, die das Tier eingeschlagen hat, damit ein Jäger es leichter finden kann.
Und so geht es richtig: Nach der Absicherung der Wildunfallstelle mit Warnblinkern und Warndreieck verständigen Autofahrer über den Notruf 110 unter Angabe ihres Standortes die Polizei, oder sie rufen einen Jäger an. Wichtig ist es dann auch, sich von offizieller Seite eine Wildunfallbescheinigung für die Versicherung ausfüllen zu lassen.
Abblenden, hupen und bremsen
Besonders unfallträchtig sind den Autoren der Broschüre zufolge unübersichtliche Wald- und Feldränder. Die größte Gefahr droht in der Morgen- und Abenddämmerung, bei Nacht und bei Nebel – vor allem auf in Waldgebieten neugebauten Straßen.
Sollte ein Autofahrer Tiere am Straßenrand zu sehen bekommen, so sollte er abblenden, hupen und bremsen. „Lenkrad festhalten, keine unkontrollierten Ausweichmanöver“, raten die Autoren. Und noch ein Tipp: „Ein Tier kommt selten allein – Autofahrer sollen stets mit Nachzüglern rechnen.“ (dpa)
Erhältlich ist die kostenfreie Broschüre „Besser langsam als Wild“ online über die Webseiten www.adac.de und www.jagdverband.de.
