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Fünfter Tag in FolgeVerdi ruft auch für Freitag zu Warnstreik auf – KVB-Bahnen fahren aber

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Von den Warnstreiks im Nahverkehr ist auch die KVB betroffen. (Archivbild)

Von den Warnstreiks im Nahverkehr ist auch die KVB betroffen. (Archivbild)

Warnstreiks im Nahverkehr sorgen auch am Freitag für Ausfälle. Die Gewerkschaft erhöht vor der nächsten Tarifrunde den Druck.

Im Tarifkonflikt im nordrhein-westfälischen Nahverkehr spitzt sich die Lage weiter zu. Die Gewerkschaft Verdi NRW hat für Freitag (20. März) landesweit zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Mitarbeitende der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) beteiligen sich an den Arbeitsniederlegungen, Stadtbahnen und Busse sollen aber fahren.

Dies war zunächst unklar geblieben. Es wäre der vierte Tag in Folge ohne Bahn- und Busbetrieb in Köln gewesen und ist der fünfte Streiktag insgesamt. Nach den Kundenzentren (Montag) sowie den Fahrerinnen und Fahrern (Dienstag) sind am Mittwoch Werkstätten an der Reihe, bevor am Donnerstag wieder alle Betriebsteile bestreikt werden.

Nun heißt es bei der KVB, der Streikaufruf für Freitag richte sich nur an die Mitarbeitenden eines Teilbereichs des Unternehmens. „Die KVB hat die entsprechenden Vorkehrungen getroffen, damit der Stadtbahn- und Busbetrieb trotz des Warnstreiks aufrechterhalten werden kann“, so die Mitteilung. Wegen des mehrtägigen Ausfalls zuvor könne es am Freitag aber noch Unregelmäßigkeiten im Betrieb geben.

Welcher Teilbereich der KVB am Freitag betroffen ist, wurde nicht genannt.

Arbeitsbedingungen führen laut Verdi zu hoher Belastung

Betroffen sind am Freitag rund 20 Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, darunter die Stadtwerke Bonn und die Rheinbahn in Düsseldorf. Die Arbeitsniederlegungen sollen punktuell an verschiedenen Betriebshöfen stattfinden. Je nach Standort kann es zu Einschränkungen auf einzelnen Linien kommen, in kleineren Betrieben sind auch komplette Netze betroffen. Nicht betroffen sind S-Bahnen und Regionalzüge.

Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen. Auch nach zwei Runden liegt laut Gewerkschaft kein verhandlungsfähiges Angebot vor. Aus Sicht der Gewerkschaft führen die aktuellen Arbeitsbedingungen zu hoher Belastung, da zwischen den Schichten oft kaum Zeit für Erholung bleibe.

Gefordert werden unter anderem Entlastungen bei Arbeitszeiten und Schichtdiensten sowie bessere Zuschläge. Ziel sei es, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und den Nahverkehr langfristig personell zu stabilisieren. Die nächste Verhandlungsrunde ist ab dem 24. März in Bochum angesetzt.