Das Niedrigwasser des Rheins geht weiter: In Köln ist am Montagmorgen ein neuer Tiefststand gemessen worden.
„Schifffahrt hat stark abgenommen“Rhein-Pegel fällt in Köln auf neuen historischen Tiefstwert

Das Niedrigwasser des Rheins erreicht in Köln einen neuen historischen Tiefststand. (Archivbild)
Copyright: Oliver Berg/dpa
Das Niedrigwasser des Rheins hat in Köln einen neuen historischen Tiefststand erreicht. Der Pegelstand sank auf 40 Zentimeter, wie aus aktuellen Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht. „Mit 40 Zentimetern haben wir einen Niedrigwasser-Rekord“, sagte der Kölner Außenbezirksleiter des Amtes, Markus Neumann.
Es fahren nach seiner Schilderung nur noch wenige Schiffe. „Man kann schon sagen, dass die Schifffahrt ganz stark abgenommen hat.“ Die Fahrrinne ist tiefer als der Pegelstand am Ufer. In Köln seien es etwa 1,11 Meter mehr. Vorher war im Jahr 2018 der historisch niedrigste Stand von 69 Zentimetern gemessen worden, der in diesem Sommer schließlich mehrfach deutlich unterboten wurde.
Neuer historischer Tiefstwert bereits am Wochenende aufgestellt
In Köln lag der Pegelstand am Samstag (26. September) bei den viertelstündlichen Messwerten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mehrfach bei lediglich 44 Zentimetern. Das entsprach bereits dem absoluten Tiefstwert von 44 Zentimetern, der zwischen dem Abend des 17. August und dem Morgen des 18. August mehrfach registriert wurde.
Am Sonntag wurde der bisherige Rekord dann erstmals mit einem Pegelstand von 43 Zentimetern unterboten. Laut der Vorhersage des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes soll der Pegel am Montag und Dienstag im Bereich der 40‑Zentimeter-Marke verweilen. Laut Abschätzungen könnte der Wasserstand dann ab Mittwoch weiter fallen.
Bereits am Freitag hatte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein (WSA) von einer weiterhin angespannten Lage berichtet. Das Niedrigwasser macht der Schifffahrt seit Monaten zu schaffen. Frachtschiffe können nur noch mit deutlich eingeschränkter Ladung fahren. „Die zur Verfügung stehende Fahrrinnentiefe bleibt eingeschränkt und reduziert sich durch die Entwicklung der Pegelstände somit weiter“, sagte der WSA-Sprecher. (das/dpa)
