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20 Jahre „Gruber’s“Ein kleines Stückchen Österreich in Köln

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Voller Ehrgeiz: Franz Gruber (vorne, 2. von rechts, neben Dieter Müller) mit seinen Freunden und Mitarbeitern.

Voller Ehrgeiz: Franz Gruber (vorne, 2. von rechts, neben Dieter Müller) mit seinen Freunden und Mitarbeitern.

Köln – Schon bei der Eröffnung vom „Gruber’s“ sei sein Freund Dieter Müller dabei gewesen. „Heute muss er arbeiten“, lacht Franz Gruber. Fast 200 Freunde und Stammgäste sind in die Clever Str. 32 gekommen, um mit Franz A. Gruber und Karl-Heinz Kappes den 20. Geburtstags dieses kleinen Stückes Österreich in Köln zu feiern.

Der Meisterkoch Müller, mit drei Sternen ausgezeichnet und bis 2010 im Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach, kredenzt „Sashimi von Gewürzlachs + Thunfisch / Wakame / Wasabi-Espuma und Ponzu-Pflaumensauce“. Daniel Gottschlich, auch Sternekoch von „Ox und Klee“, serviert „Kalbsherz + Auster mit Sumacmayo / Fichtenbeeftea“ und von Paul Spiesberger (Schloss Loersfeld, früher Gruber’s) stammt das Dessert. „Der hat die Komponenten der Sachertorte modern zu einem Mousse zusammengestellt, angereichert mit Marille auf Crunchies, mit Schokolade überzogen und mit Goldstaub angehaucht“, schwärmt Gruber.

Für die Liebe von Österreich nach Köln

In den 90ern hat die Liebe den österreichischen Koch und Hotel-Betriebsfachwirt nach Köln verschlagen. Damals der einzige, der eine „komplett österreichische Küche konsequent durchgezogen“ habe. Neben den Klassikern wie Wiener Schnitzel (23 Euro), Tafelspitz (24 Euro) und Kaiserschmarrn (12 Euro) bietet das Gruber’s jetzt auch Internationales. Dazu 130 Getränke ausschließlich aus der alten Heimat.

Während die Stattgarde Ahoj mit dem „Seemann“, dessen Heimat das Meer ist, wahlweise Hamburg, Rio und Shanghai besucht und schließlich im Veedel ankommt, erinnert sich Gruber an den Tag, als der 1. FC Köln mit Peter Stöger bei ihm zu Gast war. Oder als die Polizei zwei Mal kommen musste, weil eine Hochzeitsgesellschaft nachts um zwei noch eine Polonaise unternahm. Und bei den Kölner Lichtern um die Ecke habe es viel zu tun gegeben, weil „das Leben hier einfach pulsiert.“ Sein kleines Stück Österreich in der Heimat seines Mannes, der aus einer alteingesessenen Kölner Familie stamme, „kann noch 20 oder 50 Jahre so weiter gehen“, ruft Franz Gruber seinen Gästen zu. Wenn er an die Zukunft denkt, muss er vor allem sein tolles Team loben, denn „die haben Ambitionen, die wollen einen Stern haben. Ich bin da nicht abgeneigt.“

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