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4100 Menschen und 50 Pferde evakuiertKriegsbombe in Köln-Müngersdorf gesprengt

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4100 Personen mussten evakuiert werden.

Köln – Ein dumpfer Knall signalisiert am Dienstagabend das Ende einer umfangreichen Evakuierungsmaßnahme nach einem Bombenfund in Müngersdorf. Weil der aktive Langzeitzünder einer britischen Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg nicht entschärft werden kann, entschließen sich die Experten zur kontrollierten Sprengung. Hierfür müssen nicht nur 4100 Anwohner ihre Häuser verlassen, die Verantwortlichen lassen zudem 95 Tonnen Sand heranschaffen, mit denen die Detonation abgedämpft wird.

Bauarbeiter waren am Vormittag in sieben Metern Tiefe bei Sondierungen auf einem Sportplatz am Walter-Binder-Weg auf den Blindgänger gestoßen – hier soll ein Ascheplatz in Kunstrasen umgewandelt werden. Der Fund hatte weitreichende Folgen, denn zum Evakuierungsgebiet gehörten das Seniorenheim am Rosenweg, die LVR-Förderschule Belvederestraße, eine Privatklinik auf der Aachener Straße und die Stallungen eines Reitclubs. Hier mussten 50 Pferde abtransportiert werden.

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Bei Bauarbeiten ist eine 10-Zentner- Weltkriegsbombe mit Säurezünder gefunden worden.

Im Kölner Westen kam es am späten Nachmittag zu Verkehrsbehinderungen, denn gegen 17.15 Uhr wurde die Aachener Straße gesperrt. Straßenbahnen durften schon vorab nicht mehr an den Haltestellen Stadion und Junkersdorf halten. Probleme bereiteten den Ordnungskräften Radfahrer und Jogger, „die unentwegt über Feld- und Waldwege in den Gefahrenbereich gelangten“, so die Stadt. Schließlich musste das Sperrgebiet mit einem Hubschrauber der Bundespolizei abgesucht werden, der mit Wärmebildkamera ausgestattet war. Neben der Straßenbahn der Linie 1 musste auch die S-Bahnstrecke während der Sprengung gesperrt werden.

Evakuierung

Der Evakuierungsradius in Köln-Müngersdorf

Wegen der Sprengkraft des Blindgängers hatten die Kampfmittelbeseitiger am Mittag einen Evakuierungsradius von 800 Metern um den Fundort festgelegt. (tho)