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A4-Brücke Eifeltor in der KritikSchwerlaster missachten Verbot – Vollsperrung als letzte Option?

3 min

Viele Lkw ignorieren das Verbot auf der maroden A4-Brücke Eifeltor. Nun droht eine Vollsperrung mit drastischen Folgen.

Die baufällige A4-Querung am Eifeltor bleibt ein Problemfall. Ungeachtet neuer Vorschriften fahren schwere Lkw weiterhin über das Bauwerk. Nun drohen gravierende Folgen für den Kölner Verkehr.

Für die A4-Autobahnbrücke am Eifeltor sind neue Regelungen in Kraft getreten. In der Nacht zum Donnerstag, dem 11. Juni, erfolgte eine Sperrung der Fahrbahn in Richtung Olpe. Währenddessen wurden auf der Fahrbahn Markierungen für einen obligatorischen Mindestabstand von 50 Metern angebracht, der für sämtliche Fahrzeuge, Pkw eingeschlossen, verbindlich ist. Ferner ist es Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen nun untersagt, den Brückenabschnitt zwischen den Ausfahrten Köln-Klettenberg und Köln-Eifeltor zu nutzen.

Missachtung der neuen Vorschriften am Eifeltor

Vonseiten der Autobahn GmbH wurden Umleitungen eingerichtet und Schilder aufgestellt. Gleichzeitig erging ein Appell an alle Verkehrsteilnehmer, die neuen Schutzvorkehrungen „konsequent einzuhalten“.

Die tatsächliche Situation auf der A4 am Donnerstagmorgen stellte sich jedoch anders dar. Beobachtungen vor Ort, wie sie auch diese Zeitung machte, bestätigten, dass der Schwerlastverkehr die beschädigte Brücke weiterhin frequentierte. Der von der Behörde angeordnete Sicherheitsabstand wurde augenscheinlich nicht beachtet.

Unter dem Bauwerk ist zusätzlich ein besorgniserregendes Knarrgeräusch vernehmbar. Für anstehende Sanierungsmaßnahmen wurde die Brückenunterseite anscheinend mit einer Holzkonstruktion versehen.

Hintergrund ist die erhebliche Besorgnis um die Statik des Eifeltor-Bauwerks. Bereits seit Ende April 2026 besteht dort ein Verbot für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 44 Tonnen. Diese Regelung erwies sich jedoch als unzureichend. Daher sah sich die Autobahn GmbH gezwungen, die Vorschriften zu verschärfen: Seit dem 10. Juni gilt die Sperrung des Abschnitts auch für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen. Als Ursache wird angeführt, dass eine zu hohe Frequenz von zu schweren Lkw mit unzureichendem Abstand die Brückenkonstruktion dauerhaft schädigt.

Die A4-Autobahnbrücke Eifeltor: Die marode Seite der Brücke ist von unten mit Holz verkleidet. Hier knarzt es heftig.

Die A4-Autobahnbrücke Eifeltor: Die marode Seite der Brücke ist von unten mit Holz verkleidet. Hier knarzt es heftig.

Das Verkehrskonzept sieht eine klare Regelung vor. Lastwagen, die den Güterbahnhof Eifeltor ansteuern, sollen die Autobahn schon an der Ausfahrt Köln-Klettenberg verlassen und lokale Routen nutzen. Der überregionale Schwerverkehr wird bereits am Autobahnkreuz Köln-West weiträumig abgeleitet. Nach Angaben der Autobahn GmbH bleibt der Güterbahnhof Eifeltor zugänglich. Ebenso kann der Zugverkehr die Brücke weiterhin unterqueren.

Allerdings befolgen nur wenige Lkw-Fahrer die ausgewiesene Umleitung. Infolgedessen wird das Bauwerk weiterhin stark beansprucht und die neuen Bestimmungen finden kaum Beachtung.

Schrankenanlage als Lösung für den Sommer geplant

Die Autobahn GmbH gesteht ein, dass die derzeitigen Vorkehrungen lediglich provisorischer Natur sind. Für den Sommer ist die Errichtung einer Schrankenanlage vorgesehen, welche die Gewichtslimits technisch überwachen und durchsetzen soll. Damit wird die Durchfahrt für überladene Fahrzeuge unterbunden. Im Anschluss daran besteht die Absicht, die rechte Fahrspur erneut für Lastkraftwagen bis zu einem Gesamtgewicht von 44 Tonnen freizugeben.

Die Autobahn GmbH formuliert eine deutliche Warnung: Falls sich herausstellen sollte, dass die getroffenen Schritte nicht genügen, um eine dauerhafte Entlastung der Konstruktion zu gewährleisten, „kann eine vollständige Sperrung der A4 in Fahrtrichtung Olpe am Bauwerk Eifeltor bis zur Inbetriebnahme der Schrankenanlage nicht ausgeschlossen werden.“

Ein solches Szenario würde für Berufspendler, Anlieger und die Kölner Wirtschaft erhebliche Probleme bedeuten. Vorerst bleibt die Fahrtrichtung Aachen von den Einschränkungen unberührt. Der dortige Verkehr fließt über einen Brückenteil aus dem Jahr 1993, der als intakt gilt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.