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Ärger über E-Scooter-VerleiherHelfer bergen dank Niedrigwasser Schrott aus dem Rhein in Köln

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Das Niedrigwasser im Rhein legt in Köln massenhaft Schrott frei. Eine Initiative birgt E-Scooter und Fahrräder.

Der niedrige Wasserstand des Rheins in Köln bringt zutage, was sonst verborgen bleibt. Eine Aufräum-Aktion fördert erstaunliche Mengen an Unrat ans Licht. Fahrräder im Morast, E-Roller auf dem Flussgrund und von Algen bedeckte Einkaufswagen: Wer dieser Tage am Rheinufer unter der Hohenzollernbrücke auf das Niedrigwasser blickt, dem bietet sich ein seltener Anblick. Der Strom gibt frei, was sonst im Verborgenen liegt.

Am Samstag (18. Juli) war deshalb das zehnköpfige Team von „K.R.A.K.E.“ (Kölner Rhein Aufräum Kommando Einheit) im Einsatz, um den Fluss zu säubern. Christian Stock, der Leiter der Initiative, sagte dieser Zeitung: „Manche Fundstücke, die wir da rausfischten, sahen aus wie aus dem Film ‚Fluch der Karibik‘. So stark von Algen bewachsen – es war unglaublich.“

Kritik an E-Scooter-Anbietern

Die Ausbeute nach zweieinhalbstündiger Arbeit auf einem 200 Meter langen Uferabschnitt: 18 E-Scooter, etliche Fahrräder, Einkaufswagen und auch Mobiltelefone. Der geborgene Schrott wird nun weiterverarbeitet. Stock erklärte dazu: „Mit Hilfe des Ordnungsdienstes wird der gesamte Schrott nun der AWB zugeführt. Da sind wir dankbar.“

Auch einige E-Scooter wurden aus dem Rhein gesammelt.

Auch einige E-Scooter wurden aus dem Rhein gesammelt.

Stock äußerte sich jedoch verärgert über das Verhalten der Scooter-Verleiher: „Wir hatten mit den Betreibern der Scooter verabredet, dass sie vorbeikommen und die Roller mitnehmen. Trotz Zusage kam aber niemand. Das ärgert mich“, erklärte er.

Der Rheinpegel befindet sich momentan auf einem sehr tiefen Stand. Das Wasser ist so seicht, dass der Blick bis auf den Grund möglich ist – wo sich viel Unrat angesammelt hat. Eine Kölner Untersuchung hat unlängst belegt, wie viel Abfall im Rhein transportiert wird. Jährlich treiben demnach zwischen 19,4 und 30,4 Millionen Müllpartikel an Köln vorbei in die Nordsee, was bis zu 5,9 Tonnen pro Tag ausmacht. (red)