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„Antänzer“Ermittler von Trickdieben verletzt

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Köln – Die „Antänzer“ werden immer mehr ein Problem im Kölner Nachtleben. Es vergeht kaum ein Wochenende, an dem Partygänger nicht von den dreisten Trickdieben bestohlen werden. Die Fahnder des Kriminalkommissariates 43 in der Innenstadtwache gehen verstärkt auf Streife, um die Täter zu erwischen – doch ausgerechnet diese Ermittler wurden nun von „Antänzern“ verletzt. Bei einer Festnahme am Rudolfplatz in der Nacht zum Sonntag leistete einer der „Antänzer“ heftigen Widerstand und trat und schlug einen Fahnder. Einer der Diebe hatte sich um 4.30 Uhr bei einem angetrunkenen Kölner (23) untergehakt und tanzte mit ihm. Dass ihm dabei das Handy aus der Hosentasche gestohlen wurde, merkte das Opfer erst später.

Es ist nur ein Fall von hunderten, mit denen sich die Polizei seit Beginn der Masche im Jahr 2011 beschäftigen muss. Und es gibt mittlerweile kaum eine größere Stadt in Deutschland, die nicht mit dem Problem zu kämpfen hat. Taten werden aus Düsseldorf, Bremen, Dresden oder Mönchengladbach gemeldet. Die Trickdiebe geben sich gegenüber den Touristen oder Besuchern der Vergnügungsviertel als fröhliche Menschen aus, schunkeln und fordern sie zum Mittanzen auf. Beliebt ist in Köln der Trick mit dem kölschen WM-Star. „Kennst Du Lukas Podolski ?“, fragen die Täter. Dann werfen die Diebe eine Plastikkugel vor die Füße und spielen mit ihnen – wenn der Spaß vorbei ist, ist auch die Geldbörse weg. Die Angreifer stammen laut Polizei aus Nordafrika.

Für ihre Diebestouren reisen die „Antänzer“ extra nach Köln, wohnen in von Hintermännern angemieteten Räumen und gehen von dort aus auf Tour. Mit einem „Analyseprojekt“ will die Polizei nun ihre „Erkenntnislage“ verbessern, wie es in einem Papier der Landesregierung heißt.