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Badeverbot im RheinStadt Köln warnt vor tödlicher Gefahr – und verstärkt Kontrollen

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20.05.2026 Köln. Am Rheinufer stehen neue Schilder, die auf das Badeverbot im Rhein hinweisen. Die Stadt hatte das Schwimmen im Fluss im letzten Jahr verboten. Während auf den Tafeln bislang nur ein Warnezeichen abgebildet war, zeigt es nun Verbotszeichen. Rodenkirchen. Foto: Alexander Schwaiger

Am Rheinufer stehen neue Schilder, die auf das Badeverbot im Rhein hinweisen. Die Stadt hatte das Schwimmen im Fluss im letzten Jahr verboten. (Archivbild)

Als „Baden“ gilt nach der städtischen Regelung bereits das planmäßige Verweilen in mehr als knöcheltiefem Wasser.

Mit Blick auf die angekündigten warmen, sonnigen Tage erinnert die Stadt Köln an das seit dem vergangenen Jahr geltende Badeverbot im Rhein. Weil bei steigenden Temperaturen erfahrungsgemäß auch mehr Menschen ans Rheinufer kommen, will das Ordnungsamt in den kommenden Tagen verstärkt Präsenz zeigen, über die Regeln informieren und Verstöße konsequent ahnden.

Die Stadt verweist dabei auf die besonderen Risiken des Stroms: Der Rhein ist eine Bundeswasserstraße und zählt zu den verkehrsreichsten Wasserstraßen weltweit. Was vom Ufer aus wie eine harmlose Abkühlung wirke, könne im Wasser schnell lebensgefährlich werden. Strömungen und Sogwirkungen seien oft nicht erkennbar und könnten selbst geübte Schwimmerinnen und Schwimmer überfordern.

Köln: Badeverbot gilt im gesamten Stadtgebiet

Das Schwimmen und Baden im Rhein ist im gesamten Kölner Stadtgebiet auf einer Uferlänge von 67,3 Kilometern untersagt. Als „Baden“ gilt nach der städtischen Regelung bereits das planmäßige Verweilen in mehr als knöcheltiefem Wasser.

Die Stadt Köln informiert bei einem Rundgang zum Badeverbot im Rhein. (Archivbild)

Die Stadt Köln informiert bei einem Rundgang zum Badeverbot im Rhein. (Archivbild)

„Ausgenommen von dem Verbot sind behördliche Maßnahmen und Rettungsmaßnahmen einschließlich Übungen von Wasserrettungsdiensten oder der Feuerwehr, das Ein- und Aussteigen beim An- und Ablegen von Wasserfahrzeugen, Kanufahren, Rudern, Angelsport sowie genehmigte Veranstaltungen mit ausdrücklicher Erlaubnis der Stadt Köln“, heißt es weiter. 

Verstoß gegen Badeverbot im Rhein: Bis zu 1.000 Euro Bußgeld

Um das Verbot und die „lebenswichtigen Regeln“ sichtbar zu machen, hat die Stadt nach eigenen Angaben entlang des Rheins rund 60 Schilder aufgestellt. Sie informieren in mehreren Sprachen über das Badeverbot.

Angesichts der Wetterprognose für das Pfingstwochenende rechnet die Stadt mit hohem Besucheraufkommen am Rheinufer. Mitarbeitende des Ordnungsamtes sollen deshalb verstärkt kontrollieren. Wer das Badeverbot missachtet, muss laut Stadtverwaltung mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen.

Die Stadt appelliert zudem an die Vernunft aller Bürger und Besucherinnen und Besucher, zur Abkühlung auf städtische Freibäder sowie freigegebene Badeseen in Köln und dem Umland auszuweichen. Der Rhein sei „kein Badegewässer“, betont die Stadt. (das)